FAZ plus ArtikelGeistiges Eigentum

Erfinden ohne Patente

Von Stephan Finsterbusch
07.05.2021
, 18:56
Der Schutz durch Patente treibt die Wissenschaft auf den Markt. Doch viele Forscher und Erfinder haben sich ihre geistigen Früchte gar nicht schützen lassen.

Industrieverbände laufen Sturm, Sozialverbände jubeln. Während London und Berlin sich verwundert die Augen reiben, begrüßen Südafrika und Indien die jüngsten Ankündigungen aus Washington. Um die Pandemie auf der Welt endlich in den Griff zu kriegen, hat sich der amerikanische Präsident Joe Biden für eine Lockerung des Patentschutzes der Corona-Impfstoffe ausgesprochen.

Eine außergewöhnliche Lage erfordert außergewöhnliche Schritte, sagt Katharine Tai, Handelsbeauftragte der USA. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Patente nicht für den entscheidenden Faktor zur Überwindung der Krise. Der Flaschenhals sei vor allem die komplizierte Produktion der Impfstoffe. Der Pharmakonzern Pfizer erklärt, dass der gemeinsam mit der deutschen Biontech SE entwickelte Impfstoff aus 280 Substanzen bestehe, die von 86 Zulieferern aus 19 Ländern kommen. Biontech-Gründer Ugur Sahin sagt, über Lizenzvergaben könne man reden, eine pauschale Lockerung des Urheberschutzes lehnt er aber ab.

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Stephan Finsterbusch  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Stephan Finsterbusch
Redakteur in der Wirtschaft.
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