Auch für über 65-Jährige

Ständige Impfkommission will Empfehlung zu Astra-Zeneca-Impfstoff ändern

27.02.2021
, 05:00
Die anfängliche Altersbegrenzung nur für Jüngere für das Vakzin hat in Deutschland zu Vorbehalten gegenüber dem Impfstoff geführt. „Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen“, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens nun.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astra-Zeneca rasch ändern. Es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Freitagabend im ZDF-“heute journal“. Bisher empfiehlt die Stiko den Einsatz des Astra-Zeneca-Vakzins nur bei Menschen unter 65 Jahren. Dies hatte in Deutschland zu Akzeptanzproblemen für das Mittel geführt.

„Das Ganze ist irgendwie schlecht gelaufen“, sagte Mertens dazu. Jedoch hätten zu dem Zeitpunkt der Empfehlung keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen vorgelegen. „Wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war“, betonte der Stiko-Chef. Ansonsten sei der Impfstoff „sehr gut“ und werde „jetzt durch hinzukommende neue Daten noch besser in der Einschätzung“.

Womöglich längere Abstände zwischen den Dosen

Mertens schloss nicht aus, die Abstände zwischen den zwei notwendigen Corona-Impfungen zu verlängern: „Ich halte das für möglich gerade bei dem Astra-Zeneca-Impfstoff, dass man sich da noch für etwas längere Intervalle entscheiden kann.“

Nach einem schleppenden Start beschleunigt sich das Impftempo in Deutschland derzeit. Es gibt bei manchen Bürgern aber anhaltende Skepsis insbesondere gegen den Corona-Impfstoff von Astra-Zeneca, aber auch generell gegen Impfungen.

Quelle: AFP
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