FAZ plus ArtikelVirusvarianten im Grenzgebiet

Testen, um zu pendeln?

Von Julian Staib und Michaela Wiegel
22.02.2021
, 21:10
Ein Département auf französischer Seite könnte Virusvarianten-Gebiet werden – damit wären Grenzkontrollen nötig. Die Region will eine gemeinsame Teststrategie. Aber es könnte schon zu spät sein.

In Lothringen wächst die Angst vor einem Déjà-vu. Wird die Bundesregierung wieder Grenzübergänge nach Frankreich schließen, lautete am Montag die vieldiskutierte Frage. Es wurde erwartet, dass Berlin das Departement Moselle als Virusvarianten-Gebiet einstuft – was Grenzkontrollen nach sich ziehen könnte. Der R-Wert liegt mit 0,89 in Lothringen (Moselle) inzwischen wieder unter dem frankreichweiten R-Wert von 0,95. Doch mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 561 zählt das Departement zu den am stärksten betroffenen Gebieten im Land.

Eine Analyse der Abwasserwerte an 19 Stellen im Departement lässt Rückschlüsse auf ein abnehmendes Infektionsgeschehen zu. Wie der Generalsekretär der Präfektur in Metz, Olivier Delcayrou, in einer Pressekonferenz erläuterte, ergaben Abwasseranalysen in 29 Altenpflegeheimen nur in einem Heim Spuren des Coronavirus. Proben wurden auch in 35 Schulen entnommen, an zweien wurden die Ermittler fündig.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Staib, Julian
Julian Staib
Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.
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Michaela Wiegel
Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.
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