Transplantationsskandal

Freigesprochener Arzt bekommt 1,1 Millionen Euro

13.09.2019
, 11:52
Vor dem Landgericht Braunschweig hat ein Arzt (vorne links) Schadenersatz von mehr als einer Million Euro erstritten.
Weil ihm eine gut dotierte Stelle in Jordanien durch seine Untersuchungshaft entgangen war, hatte ein Chirurg auf Schadenersatz geklagt.
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Der im Göttinger Transplantationsskandal freigesprochene Chirurg soll mit mehr als einer Million Euro vom Land Niedersachsen entschädigt werden. Das entschied das Landgericht Braunschweig am Freitag in einem Zivilverfahren. Das Land müsse dem Mediziner rund 1,1 Millionen Euro zahlen, sagte der Richter. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 51-Jährige einen Verdienstausfall wegen der Untersuchungshaft erlitten hat. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.

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Der Mediziner forderte Schadenersatz, weil er wegen der knapp einjährigen U-Haft eine gut dotierte Stelle in Jordanien mit einem Gehalt von 50.000 Dollar pro Monat nicht hatte antreten können. In einem bundesweit aufsehenerregenden Prozess hatte das Landgericht Göttingen den Arzt 2015 vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen.

Quelle: dpa
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