Impfstoff gegen Tuberkulose

Entmachtete Erreger

29.08.2007
, 21:17
Neue Hoffnung im Kampf gegen Tuberkulose: Amerikanische Forscher arbeiten an einem Impfstoff gegen die vor allem in Ländern der Dritten Welt weitverbreitete Seuche.
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Mit einem neuen Impfstoff gegen Tuberkulose hofft man die vor allem in Ländern der Dritten Welt weitverbreitete Seuche besser bekämpfen zu können. Die bislang verwendete Vakzine (Bacille-Calmette-Guérin) beruht auf dem abgeschwächten Erreger der Rindertuberkulose, dem Mycobacterium bovis.

Forscher um Steven Porcelli vom Albert Einstein College of Medicine in New York haben begonnen, den Tuberkuloserreger beim Menschen, das Mycobacterium tuberculosis, durch genetische Eingriffe abzuschwächen, um es auf diese Weise zu einem sicheren Impfstoff zu machen.

Ungestörtes Vermehren im Zellinneren

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Körperzellen, die von einem Krankheitserreger befallen sind und daher für den Organismus zur Gefahr werden, unterwerfen sich normalerweise einem Selbstmordprogramm, der Apoptose. Mycobacterium tuberculosis indessen hat die Fähigkeit, den Ablauf dieses Programms zu unterbrechen und sich so ungestört im Innern von Zellen zu vermehren. Ermöglicht wird das den Bakterien durch ihr Gen secA2. Nachdem die Forscher diese Erbanlage entfernt hatten, vermochte sich der Erreger im Tierversuch kaum noch zu vermehren.

Das Bakterium löste zudem eine starke zelluläre Immunantwort aus, was für Impfungen günstig ist. Um das Bakterium zusätzlich abzuschwächen, haben die Forscher ein weiteres Gen entfernt und planen, noch eine dritte Erbanlage aus dem Genom des Erregers herauszuschneiden. Klinische Studien zur Erprobung des neuen Impfstoffes könnten nach ihrer Ansicht in zwei bis drei Jahren beginnen.

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Quelle: bh., F.A.Z., 30.08.2007, Nr. 201 / Seite 34
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