Karlsruhe

Auch Schönheit hat ihren (Fest-)Preis

23.03.2006
, 15:15
Brustvergrößerung
Für Schönheitsoperationen von Privatpatienten dürfen Ärzte nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) keine Phantasiepreise verlangen.
ANZEIGE

Für Schönheitsoperationen von Privatpatienten dürfen Ärzte nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) keine Phantasiepreise verlangen. Vielmehr seien die Ärzte bei der Berechnung ihrer Honorare auch hier an die für Privatpatienten geltende Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gebunden, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung.

ANZEIGE

Das gelte selbst dann, wenn der Eingriff medizinisch gar nicht notwendig sei, der Patient also nicht mit einer Kostenerstattung seiner Kasse rechnen könne. Die Richter des Dritten Zivilsenats gaben damit einer Frau recht, die für eine Brustverkleinerung einen Pauschalpreis in Höhe von knapp 9500 Euro bezahlt hatte. Später verlangte sie einen Großteil der Summe von dem Chirurgen und Betreiber einer Schönheitsklinik zurück. (Az.: III ZR 223/05) Bereits vor dem Landgericht und Oberlandesgericht München hatte die Frau Recht bekommen.

Gilt nicht für Klinik-GmbHs

Um die Transparenz ärztlicher Rechnungen sicher zu stellen, dürften Mediziner nur in absoluten Ausnahmefällen von der Gebührenordnung abweichende Honorare vereinbaren. Eine solche Ausnahme liege bei Schönheitsoperationen nicht vor, entschied der Senat. Die Richter wiesen jedoch ausdrücklich darauf hin, daß dieser Grundsatz bei der Schönheitsoperation in einer Klinik, die beispielsweise in Form einer GmbH geführt werde, nicht gelte.

Quelle: Reuters
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE