Krankheiten

Vogelgrippe-Fälle auch in der Türkei

09.10.2005
, 13:54
Veterinäre beim Einsammeln von infizierten Hausenten in Rumänien
Die Vogelgrippe scheint sich jetzt auch in den Ländern rund um das Schwarze Meer auszubreiten. Nach Rumänien meldete auch die Türkei mehrere Fälle.
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Die Vogelgrippe scheint sich jetzt auch in den Ländern rund um das Schwarze Meer auszubreiten. Nach Rumänien meldete auch die Türkei mehrere Fälle. Der Fernsehsender CNN-Turk berichtete unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium, im Westen des Landes seien etwa 2.000 Vögel an der Vogelgrippe verendet.

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Die Streitkräfte errichteten Straßensperren in der betroffenen Region und kontrollierten alle Fahrzeuge. Die Bundesregierung in Berlin erwägt eine Eilverordnung, sollte sich die Krankheit weiter ausbreiten. Die türkischen Behörden ordneten die Tötung von allem Geflügel und allen Straßenhunden in einem Dorf nahe der westtürkischen Stadt Balikesir an, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

In Asien bereits 60 Menschen an dem Virus gestorben

Landwirtschaftsminister Mehdi Eker bestätigte, daß es sich bei den Erkrankungen von Geflügel um Vogelgrippe handelt. Untersuchungen ergaben, daß der Erreger der H5-Gruppe der Viren angehört. Ob es sich um den gefürchteten Typ H5N1 handelt, war noch nicht erwiesen. Erste Fälle der Vogelgrippe wurden auch in Rumänien bestätigt. In der Hafenstadt Konstanza am Schwarzen Meer wurde am Samstag ein tot aufgefundener Schwan positiv auf Vogelgrippe getestet. Dort blieb zunächst unklar, ob die Tiere an dem gefährlichen Virus H5N1 verendeten, der in Asien bereits mehr als 60 Menschen das Leben kostete.

Die Höfe werden desinfiziert...
Die Höfe werden desinfiziert... Bild: dpa/dpaweb

Nach den zuvor am Freitag bekannt gewordenen drei anderen Fällen von Vogelgrippe in Rumänien stellten die Behörden das Donaudelta unter Quarantäne und begannen mit Grippeimpfungen der Bevölkerung. Aus Angst vor einer Ausbreitung der Krankheit wurden im Osten des Landes Hunderte Vögel getötet. Neue Fälle der Vogelgrippe seien nicht entdeckt worden. In der betroffenen Region wurden bereits 730 Menschen gegen Grippe geimpft. Das Gesundheitsministerium schickte mehr als 100.000 Dosen Impfstoff in das Gebiet, um die Bewohner zumindest gegen die menschliche Grippe zu schützen.

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Deutschland: Eilverordnung kann jederzeit in Kraft treten

Der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums in Berlin, Niklas Schulze-Icking, erklärte, sobald eine Risikobeurteilung durch Experten vorliege, könne die Eilverordnung in Kraft treten. Diese sehe vor, daß sämtliches Freiluftgefieder in die Ställe gebracht werden müsse. In einem weiteren Schritt sei die Europäische Union am Zuge, die Import-Export-Regelungen zu überprüfen.

Quelle: AP
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