Thailand

Geflügelpest erstmals bei Hauskatzen nachgewiesen

20.02.2004
, 14:54
Könnten das Virus auch übertragen
Gesundheitsexperten zeigten sich am Freitag besorgt darüber, daß auch Katzen mit dem Virus infiziert sind, weil viele Menschen eng mit ihren Katzen zusammenleben.
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In Thailand haben sich inzwischen auch Katzen mit dem Vogelgrippevirus H5N1 angesteckt. Wie der Tierarzt Teeraphon Sirinauemit von der Kasetsart-Universität in Bangkok mitteilte, sind zwei tote Hauskatzen offenbar Opfer des Virus geworden. Die Tiere gehörten wie etwa ein Dutzend weitere Katzen einem Geflügelfarmbesitzer, auf dessen Gelände bereits vorher infizierte Hühner am Vogelgrippevirus verendet waren. Zwölf weitere Katzen des Farmers waren ebenfalls eingangen. Ob sie allerdings auch Opfer der Grippeviren geworden sind, ist noch unklar.

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Ebenfalls angesteckt hat sich ein weißer Tiger im Khao-Khiew-Zoo in der thailändischen Provinz Chonburi. In seinem Blut wurden die Viren nachgewiesen, er sei aber inzwischen wieder wohlauf, wie man inzwischen verlautbaren ließ. Bestätigt hat der Bangkoker Vetrinär Teeraphon auch die Infektion eines seltenen thailändischen Leoparden, der im selben Zoo wie der weiße Tiger gehalten worden war. Er ist im vergangenen Monat eingegangen.

Enorme Mutationsfreudigkeit

Die Infektion von Katzen ist ein weiteres Indiz für die offenkundig enorme Mutationsfreudigkeit und damit Anpassungsfähigkeit dieser Virusvariante. Die Seuchenexperten fürchten, daß daraus möglicherweise auch ein für Menschen gefährlicher Pandemievirus werden kann. Bislang allerdings wurden Übertragungen auf den Menschen nur direkt vom Tier festgestellt, eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung ist bisher nicht bekannt. 22 Menschen, zuletzt ein vier Jahre alter thailändischer Junge sind Opfer der Vogelgrippe geworden.

Hinweise, daß das Virus von Katzen auch auf Menschen übertragbar sei, gebe es jedoch nicht. Beim Menschen liegt die Sterblichkeitsrate bei Ausbruch der Vogelgrippe zwischen 70 und 80 Prozent.on Katzen ist ein weiteres Indiz für die offenkundig enorme Mutationsfreudigkeit und damit Anpassungsfähigkeit dieser Virusvariante. Die Seuchenexperten fürchten, daß daraus möglicherweise auch ein für Menschen gefährlicher Pandemievirus werden kann. Bislang allerdings wurden Übertragungen auf den Menschen nur direkt vom Tier festgestellt, eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung ist bisher nicht bekannt. 22 Menschen, zuletzt ein vier Jahre alter thailändischer Junge sind Opfer der Vogelgrippe geworden.

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Asubruch in Kanada

Auch Kanada meldet einen Ausbruch der Vogelgrippe. Der Erreger vom Typ H7, der in der westkanadischen Provinz British Columbia festgestellt wurde, ist jedoch nach Behördenangaben nicht gefährlich für Menschen. Dennoch sollen auf der betroffenen Farm in den nächsten Tagen rund 16.000 Hühner und anderes Geflügel vernichtet werden. Die Herkunft des weit weniger gefährlichen Erreger-Typs in Kanada sei noch unklar, berichtete das Gesundheitsministerium in Ottawa am Donnerstag (Ortszeit). Der betroffene Geflügelbetrieb sei unter Quarantäne gestellt worden, sagte Gesundheitsminister Pierre Pettigrew. Zuvor waren im östlichen amerikanischen Bundesstaat Delaware tausende Hühner nach einem Ausbruch eines H7-Erregers vernichtet worden.

Quelle: jom und @cop
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