Nordrhein-Westfalen

Internationaler Schleuserring mit Großrazzia zerschlagen

05.07.2016
, 17:26
Über die Balkanroute sollen die Verdächtigen Flüchtlinge nach Deutschland geschleust haben. Hier geht eine Mutter mit ihrem Kind entlang der Bahngleise im Flüchtlingslager von Idomeni.
Die Bande soll mehr als 200 Flüchtlinge nach Deutschland eingeschleust haben. Nun hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen mit einem Großaufgebot den internationalen Schleuserring ausgehoben.
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Mit einer Großrazzia in Nordrhein-Westfalen haben Bundespolizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag einen international operierenden Schleuserring zerschlagen. Sieben Beschuldigte wurden festgenommen, darunter ein 48 Jahre alter Deutscher als mutmaßlicher Haupttäter, wie die Wuppertaler Staatsanwaltschaft und die Bundespolizei in Sankt Augustin mitteilten. Auf das Konto der Tätergruppe mit dutzenden Mitgliedern sollen gut 50 Schleusungen von insgesamt 250 Flüchtlingen gehen.

An dem Einsatz gegen den Schleuserring mit Schwerpunkt im Großraum Wuppertal sowie in den saarländischen Städten Völklingen und Lebach waren 200 Bundespolizisten beteiligt. Der 48 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter wurde in Wuppertal verhaftet, weitere vier Männer im Alter zwischen 22 und 54 Jahren sowie zwei 44 und 45 Jahre alte Frauen wurden vorläufig festgenommen.

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Schleusungen über die Balkanroute

Bei der Durchsuchung von insgesamt 40 Wohnungen beschlagnahmten die Polizisten mehr als 10.000 Euro Bargeld, zahlreiche Handys, SIM-Karten, mehrere Laptops und Festplatten sowie Ausweisdokumente wie Pässe und Führerscheine. Den mutmaßlichen Mitgliedern der Schleusergruppe wird zur Last gelegt, im großen Stil Menschen über Ungarn und Österreich nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Die Flüchtlinge sollen vorwiegend mit Wohnmobilen, Kleinbussen oder Personenwagen eingeschleust worden sein. Nach Behördenangaben handelte es sich überwiegend um Syrer, die bis zu 1500 Euro für ihre Schleusung gezahlt haben sollen. Laut Bundespolizei und Staatsanwaltschaft sollen die Beschuldigten die Schleusungen über die Balkanroute gewerbsmäßig organisiert haben. Den Verdächtigen drohen mehrjährige Freiheitsstrafen.

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Den Ermittlern zufolge gelten zahlreiche mutmaßliche Mitglieder der Tätergruppe als gewalttätig. Dem Großeinsatz vom Dienstag gingen demnach intensive Ermittlungen von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft in Europa voraus.

Quelle: AFP
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