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Sprachkritik an Klimadebatte

„Klimahysterie“ ist Unwort des Jahres 2019

Von Johanna Christner, Darmstadt
Aktualisiert am 14.01.2020
 - 10:59
Begriffe rund um die Klimadebatte wurden im Jahr 2019 häufig für das „Unwort des Jahres“ eingereicht. (Symbolbild)
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Aus hunderten Einsendungen
Das ist das Unwort des Jahres 2019

Die Klimadebatte rückt in den Fokus des „Unwortes des Jahres“. Die Jury wendet sich mit ihrer Wahl gegen die Diffamierung von Klimakritikern.

Das „Unwort des Jahres“ gibt meist einen kleinen Einblick in die Themen, die die Gesellschaft gerade umtreiben. Nachdem die Themen Migration und Flüchtlingspolitik in den vergangenen Jahren im Fokus des „Unwort des Jahres“ lagen, zählten 2019 Begriffe zur Klimadebatte wie etwa „Ökodiktatur“ zu den Favoriten. Durchsetzen konnte sich der Begriff „Klimahysterie“.

„Der Begriff pathologisiert pauschal das zunehmende Engagement als eine Art kollektiver Psychose“, sagt Nina Janich, die Sprecherin der Jury am Dienstagvormittag in Darmstadt. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel sei das Wort zudem irreführend und stütze in unverantwortlicher Weise wissenschaftsfeindliche Tendenzen, so die Sprachwissenschaftlerin. Der Ausdruck „Klimahysterie“ wurde neun Mal eingesandt.

Doch nicht nur die Klimadebatte stand 2019 unter den Einreichungen zum Unwort im Mittelpunkt. Auch der vom AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla geäußerte Ausdruck „Umvolkung“ sowie der Ausdruck „Ethikmauer“ fanden sich unter den eingesandten Vorschlägen. Letzterer wurde in einem Kommentar der Zeitung „Die Welt“ verwendet und diskreditiere laut Einsender des Unwortes „jede ernsthafte Auseinandersetzung mit ethischen Grundsatzfragen als Fortschrittsverweigerung.“

Einsendungen gehen zurück

Nach Angaben der Organisatoren sind bis zur Jahreswende 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht worden. 2018 war die Wahl auf den von Alexander Dobrindt (CSU) geäußerten Ausdruck „Anti-Abschiebe-Industrie“ gefallen.

Mit der sprachkritischen Aktion „Unwort des Jahres“ soll auf unangemessenen Sprachgebrauch in der Öffentlichkeit hingewiesen und die Bevölkerung für diesen sensibilisiert werden. Das Unwort wird seit 1991 gekürt. Die Zahl der Einsendungen ging auch in diesem Jahr zurück. 2018 waren es noch mehr als 900 Vorschläge.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Christner, Johanna
Johanna Christner
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