20 Jahre nach Tragödie

Nach Vulkanausbruch in Kongo wird Großstadt Goma evakuiert

23.05.2021
, 07:10
Blick aus Goma am Kivu-See: Der Nyiragongo ist aktiv.
Viele Einwohner aus der nahegelegenen Großstadt flohen schon zuvor panisch in Richtung der Grenze zu Ruanda. Ein Ausbruch vor knapp 20 Jahren hatte hunderte Menschenleben gekostet.
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Der Ausbruch des Vulkans Mount Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat unter der Bevölkerung Panik ausgelöst. Da sich ein Teil des Lavastroms in Richtung der Stadt Goma wälzte, verließen tausende von Menschen ihre Häuser und flüchteten in Richtung der nahen Grenze zu Ruanda. Die Behörden des Nachbarlands öffneten in der Nacht zum Sonntag die Grenze und ließen die Menschen passieren, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

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Der aktive Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, knapp 20 Kilometer nördlich der Stadt Goma und damit auch nahe der Grenze zu Ruanda. Der Vulkan sei am Samstagabend gegen 19 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ) ausgebrochen. Lavaströme flössen derzeit hauptsächlich durch Teile des Nationalparks, sagte der Leiter des vulkanologischen Observatoriums von Goma, Celestin Mahinda, dem staatlichen Radiosender RTNC. Der Park ist Afrikas artenreichstes Schutzgebiet und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

Ein Teil des Lavastroms bewegt sich nach Angaben Mahindas jedoch auch in Richtung Goma. Unter anderem drohte der Lavastrom auch den dortigen internationalen Flughafen zu erreichen.

Ruanda öffnet Grenzen

Unter den rund zwei Millionen Einwohnern von Goma brach am Samstagabend Panik aus. Tausende machten sich auf die Flucht zu Grenze in das benachbarte Ruanda, wo sie zunächst gestoppt wurden. Erst später öffneten die Behörden des Nachbarlandes die Grenze und ließen die Flüchtlinge passieren.

In Goma brachen in der Nacht Unruhen im Zentralgefängnis aus, da Häftlinge nach dem Vulkanausbruch offenkundig um ihr Leben fürchteten. Aus dem Gebäudekomplex waren mehrfach Schüsse zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Der Nyiragongo gehört zu den weltweit aktivsten Vulkanen. Zuletzt war er im Jahr 2002 ausgebrochen. Damals hatten Lavaströme Goma erreicht. 250 Menschen starben, rund 120.000 wurden obdachlos.

Quelle: marf./dpa
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