In Backshop beleidgt

Angriff auf Transperson

Von Karin Truscheit, München
Aktualisiert am 30.07.2020
 - 17:20
Eine transsexuelle Person wurde von drei Männern in München angegriffen. (Symbolbild)
Eine transsexuelle Person wurde beim Verlassen eines Backshops in München von einem Mann beleidigt. Der verprügelte das Opfer später gemeinsam mit zwei weiteren Männern.

In München ist eine transsexuelle Person Opfer eines Übergriffs geworden. Nach Angaben der Polizei hat sich der Vorfall so abgespielt: Die später angegriffene 31 Jahre alte Person – die Polizei spricht von „Person“, um einen geschlechtsneutralen Begriff zu wählen – hielt sich an einem Nachmittag Mitte Juli in einem Backshop in der Isarvorstadt auf. Die Person, die demnach „erkennbar transsexuell“ ist, wurde beim Verlassen des Geschäfts von einem 32 Jahre alten Münchner „in Bezug auf die sexuelle Orientierung“ beleidigt.

Als die Person den Mann fragte, warum er sie beleidigt habe, schlug der Münchner sie mit der Faust ins Gesicht. Als der Mann davonging, warf ihm das Opfer nach Angaben der Polizei einen kleinen Stein hinterher. Der Mann kehrte daraufhin mit zwei weiteren Männern zurück. Einer dieser beiden Männer habe dann auf die Person eingetreten. Das Opfer flüchtete zurück in den Backshop.

Als es versuchte, mit dem Handy die Polizei zu rufen, schlug ihm der andere der beiden neu hinzugekommenen Männer das Handy aus der Hand. Es gelang jedoch Angestellten des Geschäfts, die Polizei zu verständigen. Die beiden 32 Jahre alten Männer wurden festgenommen, der dritte Mann konnte fliehen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Truscheit, Karin
Karin Truscheit
Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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