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Verfolgungsjagd durch Berlin

Maskierte überfallen Geldtransporter am Alexanderplatz

 - 15:09
Verfolgungsjagd durch Berlin
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Geldtransporter ausgeraubt
Verfolgungsjagd durch Berlin

Mehrere maskierte Täter haben in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes einen Geldtransporter überfallen. Sie flohen am Freitagmorgen laut Polizei mitsamt ihrer Beute mit zwei Autos. Unterwegs schossen sie auf ein Polizeiauto, das sie verfolgte. Menschen wurden nicht verletzt. Eines der Fluchtfahrzeuge hatte kurz darauf in Kreuzberg einen Unfall. Die Täter stiegen auf das andere Fahrzeug um und entkamen. Wie viel Geld die Räuber erbeuteten, war zunächst nicht bekannt.

Noch am Freitagvormittag bat die Polizei die Bevölkerung um Unterstützung. „Wer hat Fotos und Videos?“, twitterte die Polizei. Dazu wurde ein Portal zum Hochladen von Dateien zu dem Thema eingerichtet. „Wenn Sie Fotos und/oder Videos der Tat oder der Flucht haben, können Sie diese mit Hilfe unseres Hinweisportals an uns übersenden. Bitte teilen Sie diese Information gerne auch in Ihren Netzwerken.“

Gegen 7.30 Uhr hatten die maskierten Täter, vermutlich Männer, den weißen Geldtransporter an der Ecke Schillingstraße und Alexanderstraße mit zwei Autos eingekeilt. „Es sieht so aus, als ob sich ein Fahrzeug von vorne und eines von hinten an den Geldtransporter gestellt hat“, sagte eine Polizeisprecherin. Die hinteren Türen des Transporters wurde aufgebrochen, offenbar mit Hilfe eines schweren Spreizwerkzeugs.

Die Räuber flüchteten in ihren Autos durch den morgendlichen Berufsverkehr Richtung Südwesten. In der Neuen Grünstraße in Mitte schossen sie auf ein Polizeiauto, das sie verfolgte. Ein Zeuge sagte der Zeitung „B.Z.“: „Es waren zwei schwarze Fahrzeuge. Einer der Räuber lehnte sich aus dem Fenster und schoss zurück auf den Polizeiwagen.“ Es sei wie in einem Hollywoodfilm gewesen. Das Polizeiauto wurde getroffen, die unverletzten Polizisten brachen die Verfolgung ab.

Ein paar hundert Meter weiter bauten die Täter in der Feilnerstraße in Kreuzberg mit einem der beiden Autos einen Unfall. Sie ließen das beschädigte Fluchtauto mit einem platten Reifen und mehreren Dellen stehen und flohen zusammen mit dem zweiten Wagen.

Über Kreuzberg flog kurz darauf ein Hubschrauber, der wohl bei der Fahndung helfen sollte. Die Polizei sperrte die Orte des Überfalls und der Schüsse sowie die Straße, wo der Fluchtwagen stand, stundenlang ab.

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Polizeisprecher Stefan Petersen
Verfolgungsjagd und Schüsse bei Überfall

Eine Mordkommission der Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen wegen der abgefeuerten Schüsse auf die Kollegen. Kriminaltechniker untersuchten die Tatorte, den Geldtransporter und den beschädigten Streifenwagen. Auch zahlreiche Zeugen sollten befragt werden.

In der Feilnerstraße kamen Polizisten mit einem Spürhund zu dem zurückgelassenen dunklen Mercedes. Der Hund roch an einem Gegenstand aus dem Inneren des Autos und führte dann seine Hundeführer durch einige Straßen und über Parkplätze zu Mietshäusern an der Lindenstraße und der Umgebung. Gefolgt wurde die Hundetruppe von schwer bewaffneten Polizisten mit Maschinenpistolen. Diese Suche blieb aber zunächst ohne Ergebnis.

Seit vielen Jahren verüben verschiedene Täterbanden in Berlin immer wieder spektakuläre Überfälle und Einbrüche.

Im März 2010 stürmen vier maskierte und bewaffnete Männer ein Pokerturnier in einem Luxushotel am Potsdamer Platz und erbeuten 240 000 Euro. Die Räuber werden gefasst und verurteilt. Im Dezember 2013 überfallen drei bewaffnete und maskierte Männer einen Geldtransporter auf der Tauentzienstraße und erbeuten eine sechsstellige Summe.

Im September 2014 wird ein Geldtransporter von drei Maskierten vor dem Apple-Laden am Kudamm überfallen. Im Weihnachtstrubel 2014 stürmen maskierte Räuber in die Uhren- und Schmuckabteilung des KaDeWe, zertrümmern Vitrinen und erbeuten Ware im Wert von mehr als 800.000 Euro. Die Täter werden verurteilt.

Auch 2016 ist ein Jahr der Überfälle und spektakulären Einbrüche: auf einen Geldtransporter neben dem KaDeWe, ein Geschäft für Luxusuhren am Kudamm, mehrere Juweliergeschäfte in der Nähe und das Kaufhaus Karstadt. Im März 2017 folgt der aufsehenerregende Einbruch in das Bode-Museum mit dem Diebstahl der riesigen Goldmünze.

Quelle: dpa
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