Berliner Bankeinbruch

Polizei suchte mit falschem Foto nach Verdächtigem

23.01.2013
, 08:59
Professioneller Tunnelbau: Mehrere Monate, vermutet die Polizei, haben die Einbrecher hier gearbeitet.
Die Polizei erhoffte sich von der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos Hinweise auf die Berliner Tunnelgangster. Doch nun stellte sich heraus: Die Diebe hatten das Foto für einen gefälschten Ausweis aus dem Internet heruntergeladen.

Bei der Suche nach den Tunnelgangstern ist es bei der Berliner Polizei zu einer Panne gekommen. Das am Dienstag verbreitete Fahndungsfoto zeigt keinen Beteiligten am spektakulären Tunnel-Coup vor rund zehn Tagen in Berlin-Steglitz. Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung habe der Mann identifiziert werden können, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. „Inzwischen steht eindeutig fest, dass dieses Passfoto aus dem Internet herauskopiert wurde“, erklärte die Polizei. Der Mann sei befragt worden und habe mit dem Anfang Januar verübten Bankeinbruch nichts zu tun. Es bestehe lediglich eine zufällige Ähnlichkeit zwischen ihm und dem Mieter des Garagenplatzes.

Sein Bild habe missbräuchlich zur Anmietung eines Tiefgaragenplatzes durch einen der Täter im Februar 2012 gedient. Das Foto war auf einem gefälschten niederländischen Ausweis angebracht worden.

Dieses Phantombild bleibt weiterhin der einzige Hinweis auf die Diebe, die in Berlin durch einen Tunnel in eine Bank eingedrungen sind.
Dieses Phantombild bleibt weiterhin der einzige Hinweis auf die Diebe, die in Berlin durch einen Tunnel in eine Bank eingedrungen sind. Bild: dapd

Laut „Bild“-Zeitung soll es sich um einen Studenten aus Westdeutschland handeln, der sich zurzeit auf einer längeren Reise befinde. Die Polizei sagte dazu nur, zur Identität des Mannes auf dem Foto wolle sie keine weiteren Angaben machen.

In der vergangenen Woche hatte die Polizei bereits ein gezeichnetes Phantombild zur Fahndung nach einem anderen Mann veröffentlicht. Zeugen hatten ihn in der Tiefgarage gesehen.

Von der Tiefgarage aus hatten noch unbekannte Männer in Berlin-Steglitz einen Tunnel gegraben, der in den Tresorraum der Volksbank führte. Dort brachen sie 309 Schließfächer auf, von denen 294 vermietet waren. Einer der Täter hatte dort auch ein Schließfach gemietet, um sich für den Einbruch ein Bild von den Gegebenheiten zu verschaffen.

Quelle: FAZ.NET mit dpa
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