Bundespolizei

Mutmaßliche Schleuserbande festgenommen

16.12.2014
, 10:12
Festnahme am frühen Morgen: Bundespolizisten führen den in Frankfurt gefassten Schleuser ab.
Die Bundespolizei hat neun mutmaßliche Angehörige einer Schleuserbande festgenommen. Sie stehen in Verdacht, 700 Eritreer über Italien nach Deutschland gebracht zu haben.
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Die Bundespolizei ist am Dienstag in den frühen Morgenstunden massiv gegen ein Netzwerk von Schleusern vorgegangen. Sieben Haftbefehle gegen mutmaßliche Angehörige der Bande seien vollstreckt worden, teilte die Bundespolizei in Koblenz mit. Alle Beschuldigten, darunter eine Frau, stehen im Verdacht, Schleusungen von über 700 Staatsbürgern aus dem nordafrikanischen Eritrea über Italien nach Deutschland und in andere Staaten organisiert zu haben. Zwei weitere Haftbefehle, die ebenfalls für den Dienstag geplant waren, wurden bereits am 9. Dezember vollstreckt. Grund dafür waren Erkenntnisse, dass sich diese zwei Tatverdächtige nach Kanada absetzen wollen und einer von ihnen bereits eine Schusswaffe besessen hat. Bei den mutmaßlichen Mitgliedern des ausgehobenen internationalen Netzwerks handelt es sich um in Deutschland und Italien ansässige Tatverdächtige mit eritreischer Abstammung.

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© reuters, reuters

Die Verdächtigen, im Alter von 19 bis 38 Jahren, wurden im Rhein-Main-Gebiet, im Raum Dortmund und in Hamburg festgenommen. Sie leisteten bei ihrer Festnahme keinen Widerstand, schweigen jedoch bisher zu den jeweiligen Tatvorwürfen. Zeitgleich wurden 25 Wohnungen durchsucht. An die 400 Einsatzkräfte der Bundespolizei waren im Einsatz und haben zahlreiches Beweismaterial sichergestellt. Auch in Italien laufen derzeit polizeiliche Maßnahmen gegen die Schleuserbande, die Behörden haben dort zur selben Zeit wie die Bundespolizei einen Verdächtigen festgenommen. Seine Auslieferung nach Deutschland wird beantragt.

Quelle: sodo.
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