FAZ plus ArtikelProtest gegen A49-Weiterbau

Anklagen nach Abseil-Aktionen über Autobahnen

09.04.2021
, 09:40
Mitten im Berufsverkehr seilten sich im Herbst Menschen von Autobahnbrücken ab, um so gegen den Weiterbau der A49 zu demonstrieren. Straßen wurden gesperrt. Nun wurde Anklage gegen sie erhoben.

Ein halbes Jahr nachdem sich Umweltaktivisten wegen des umstrittenen Weiterbaus der A 49 von Autobahnbrücken abgeseilt hatten, sind die Beschuldigten wegen Nötigung angeklagt worden. Wegen der verschiedenen Tatorte im Rhein-Main-Gebiet seien mehrere Gerichte für die rund zehn Angeklagten zuständig, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag. Die Ermittlungsverfahren gegen weitere Umweltschützer wegen Beihilfe wurden mangels ausreichenden Tatverdachts eingestellt.

Die Gegner des umstrittenen Weiterbaus der A 49 in Mittelhessen hatten im vergangenen Herbst mit ihren Aktionen Autofahrer und Polizei in Atem gehalten. Sie seilten sich im Berufsverkehr von Brücken der Autobahnen 3, 5 und 661 ab, es kam zu Vollsperrungen und langen Staus. Für den Weiterbau der A 49 waren Bäume unter anderem im Dannenröder Forst gefallen. Umweltaktivisten hatten dort Baumhäuser und Barrikaden errichtet, die im Herbst von der Polizei geräumt wurden.

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Quelle: F.A.Z.
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