FAZ plus ArtikelJuwelendiebe in Dresden

Die Dreistigkeit des Remmo-Clans

Von Stefan Locke und Julia Schaaf
Aktualisiert am 22.11.2020
 - 15:34
Dresden, am Dienstag: Ein verhafteter Tatverdächtiger wird in das Gebäude des Oberlandesgerichts geführt. zur Bildergalerie
Die Festnahmen im Fall des Kunstdiebstahls von Dresden zeigen: Die Unverfrorenheit der Berliner Clans hat eine neue Stufe erreicht. Besteht jetzt eine Hoffnung, die Schätze wiederzufinden?

Sachsens Polizei hatte zuletzt nicht immer einen Lauf, ihr Einsatz am Dienstag in Berlin aber lief wie nach Drehbuch: Mehr als 1600 Polizisten legten zeitweise Teile der Hauptstadt lahm, sie durchsuchten 20 Wohnungen, zwei Garagen, ein Café und mehrere Fahrzeuge, vor allem aber nahmen sie drei Männer fest, gegen die „dringender Tatverdacht“ besteht. „Dringend“ bedeute, so der Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt, dass sich die Ermittler sehr sicher sind, die Täter zu haben, die vor einem Jahr den wohl spektakulärsten Kunstraub in der Geschichte Sachsens begingen.

Binnen weniger Minuten waren sie an einem nebligen Montagmorgen in das Grüne Gewölbe, die Schatzkammer des Dresdner Residenzschlosses, eingedrungen, hatten mit einer Axt brutal auf Vitrinen eingeschlagen und rund zwei Dutzend Stücke aus drei unschätzbar wertvollen Juwelengarnituren Augusts des Starken gerafft. Als die Polizei wenige Minuten nach dem Alarm eintraf, waren die Räuber verschwunden.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Locke, Stefan
Stefan Locke
Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
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Julia Schaaf
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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