Nahe der Gemeinde Saint-Just

Drei Polizisten bei Angriff in Frankreich getötet

23.12.2020
, 09:38
In Zentralfrankreich tötet ein Mann drei Polizisten und verletzt einen weiteren. Die Flucht des Täters löst einen Großeinsatz aus. Stunden später teilt der Innenminister mit, der Verdächtige sei tot aufgefunden worden.

Bei einem Angriff in einer ländlichen Gegend in Zentralfrankreich hat ein bewaffneter Mann drei Polizisten getötet und einen weiteren Beamten verletzt. Wie Ermittler der Nachrichtenagentur AFP mitteilten, feuerte der 48-Jährige in der Nacht zum Mittwoch nahe der Gemeinde Saint-Just im Département Puy-de-Dôme auf die Beamten. Diese wollten einer Frau zur Hilfe kommen, die auf das Dach eines Hauses geflüchtet war.

Der Angreifer war zunächst flüchtig. Am Mittwochmorgen teilte der französische Innenminister Gérald Darmanin jedoch via Twitter mit, dass der Tatverdächtige tot aufgefunden worden ist. Der Ressortchef kündigte an, sich an den Tatort im Département Puy-de-Dôme zu begeben.

Täter steckte Haus in Brand

Die Polizei hatte einen Anruf wegen eines mutmaßlichen Falles von häuslicher Gewalt bekommen, woraufhin zwei Beamte bei dem Haus in einem Weiler nahe Saint-Just eintrafen. Einer von ihnen wurde den Angaben zufolge von dem 48-Jährigen erschossen. Der andere trug eine Schussverletzung am Bein davon.

Der Täter steckte dann den Ermittlern zufolge sein Haus in Brand und feuerte auf weitere eingetroffene Beamte, wobei er zwei von ihnen tötete. Der mutmaßliche Täter sei in der Vergangenheit wegen eines Sorgerechtsstreits um ein Kind auffällig geworden, wie AFP meldete.

Der Polizeieinsatz habe im Zusammenhang mit innerfamiliärer Gewalt gestanden, berichtete Innenminister Darmanin. Er sprach den Angehörigen der getöteten Gendarmen sein Beileid aus. Die getöteten Gendarmen waren 21, 37 und 45 Jahre alt. Der verletzte Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: AFP/dpa/kirk.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot