Fall Gabby Petito

US-Polizei identifiziert Leiche des Verlobten

22.10.2021
, 02:07
Brian Laundrie bei einer Polizeikontrolle
Die Suche nach dem Freund der getöteten 22-Jährigen Gabby Petito ist abgeschlossen: In Florida gefundene Leichenteile wurden als seine menschlichen Überreste identifiziert.
ANZEIGE

Die US-Polizei hat die am Mittwoch in Florida gefundenen menschlichen Überreste dem Verlobten der bei einem Roadtrip getöteten Gabby Petito zugeordnet. Ein Abgleich mit Zahnunterlagen habe ergeben, dass es sich um die Überreste von Brian Laundrie handle, erklärte die Bundespolizei FBI am Donnerstagabend auf Twitter. Der Fall hatte die USA wochenlang in Atem gehalten und auch international für Medieninteresse gesorgt.

ANZEIGE

Das FBI hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass in einem Naturschutzgebiet menschliche Überreste sowie persönlichen Gegenständen von Laundrie gefunden worden seien. Der 23-Jährige lebte in der nahegelegenen Stadt North Port im Südwesten Floridas. Nach Angaben der Familie hatte er sich häufiger in dem Naturschutzgebiet aufgehalten.

Aussage verweigert

Laundris Verlobte Petito war während einer Reise mit ihrem Verlobten quer durch die USA verschwunden. Ihre Leiche wurde schließlich nach einer fieberhaften Suche Mitte September im Nationalpark Grand Teton im Bundesstand Wyoming im Westen der USA entdeckt. Sie wurde nach Angaben der Gerichtsmedizin erwürgt.

Laundrie war Anfang September zunächst allein von der Reise nach Florida zurückgekehrt, wo er mit Petito lebte. Als Petitos Eltern ihre Tochter als vermisst meldeten, verweigerte der 23-Jährige zunächst die Aussage und verschwand schließlich. Er wurde in der Folge per Haftbefehl gesucht – allerdings nicht direkt wegen Petitos Tod, sondern wegen Kreditkartenbetrugs nach dem Tod seiner Verlobten.

ANZEIGE

Der Fall sorgte auch deswegen für so viel Aufsehen, weil das Paar seine Erlebnisse bei dem ursprünglich für vier Monate geplanten Abenteuer in den Online-Diensten Instagram und Youtube teilte. Auf Aufnahmen waren ein lächelndes Paar und beeindruckende Landschaften zu sehen.

Quelle: AFP/dpa
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE