Islamistisches Motiv möglich

Haftbefehl nach lebensgefährlichem Messerangriff erlassen

05.09.2021
, 19:25
Laut Polizei besteht der Verdacht einer psychischen Erkrankung des Afghanen.
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In einer Berliner Grünanlage hat ein Mann eine 58 Jahre alte Frau mit einem Messer angegriffen. Laut Polizei störte der Täter sich daran, dass sie als Frau arbeitete. Der 29-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.

Ein Mann soll eine 58-Jährige in einer Berliner Grünanlage durch Messerstiche in den Hals lebensgefährlich verletzt haben. Am Samstagmittag habe der 29-Jährige die Landschaftsgärtnerin in Wilmersdorf angesprochen, weil er sich mutmaßlich daran störte, dass sie als Frau arbeitete, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Dann soll er ihr plötzlich mit einem Messer mehrfach in den Hals gestochen haben. Er attackierte den Angaben zufolge auch einen zur Hilfe eilenden 66 Jahre alten Passanten mit dem Messer und verletzte ihn schwer.

Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort festgenommen. Laut Polizei besteht der Verdacht einer psychischen Erkrankung des Afghanen.

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft teilte am Sonntagabend per Twitter mit, dass auf ihren Antrag hin gegen den 29-Jährigen Haftbefehl ergangen ist. Der Mann sei in Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung sowie hinsichtlich des Angriffs auf den Helfer wegen gefährlicher Körperverletzung, wie es hieß.

Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt ermitteln nun auch unter dem Aspekt eines möglichen islamistisch motivierten Angriffs.

© Twitter
Quelle: dpa
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