Für Hanauer Anschlagsopfer

Polizei hofft auf Hinweise nach Schändung von Gedenk-Graffiti

Von Ralf Euler
29.12.2020
, 15:13
Einen Tag nach Bekanntwerden der Schändung einer Frankfurter Gedenkstätte für die Opfer von Hanau tappt die Polizei noch im Dunkeln. Ihr fehlt ein entscheidender Hinweis.

Bei der Suche nach den Verantwortlichen für die Farbschmiererei an der Friedensbrücke hat die Polizei im Verlauf des Dienstags noch keinen entscheidenden Hinweis erhalten. Weder die Tatzeit noch das Motiv seien klar, hieß es.

Am Montag war die Polizei darüber informiert worden, dass ein 27 Meter breites Graffito zum Gedenken an die Opfer des Anschlages von Hanau übermalt worden war. Den ursprünglichen Schriftzug „Rassismus tötet“ an einem Brückenpfeiler änderten die Täter zu „Kiffen tötet Gehirn!“ ab. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Das Wandbild eines Frankfurter Künstlerkollektivs war im Sommer vorgestellt worden. Damals waren auch Angehörige der Opfer von Hanau dabei und legten Blumen nieder. Am 19. Februar hatte ein 43 Jahre alter Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln und seine Mutter erschossen, bevor er sich selbst tötete.

Quelle: FAZ.NET
Ralf Euler - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ralf Euler
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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