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Paketbombe?

Gefährlicher Umschlag mit Schwarzpulver in Berliner Bank entdeckt

 - 21:29

Sechs Wochen nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam ist in Berlin eine verdächtige Versandtasche mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Experten der Polizei entschärften am Freitag das Päckchen, das an einer Bankfiliale ging. Die Behörden gehen von einem Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser aus. Das sagte ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums am Freitagabend.

Der Umschlag im DIN-A4-Format habe „pyrotechnisches Material“ enthalten. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Er betonte aber auch: „Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können.“

Gegen 11.30 Uhr wurde der Umschlag von einem Post-Briefträger in der Bank in der Schloßstraße in Steglitz abgegeben. Als ein Bankangestellter ihn öffnete, sah er Drähte und alarmierte die Polizei. Das komplette Bank- und Wohngebäude sowie die direkte Umgebung an der beliebten Einkaufsstraße wurden geräumt und stundenlang abgesperrt. Mehrere Buslinien wurden umgeleitet. Schaulustige säumten das Absperrband der Polizei.

Kriminaltechniker entfernten die sichtbare Zündvorrichtung. Anschließend untersuchte ein Sprengstoffroboter, gesteuert von Spezialisten der Polizei in Schutzanzügen, die Versandtasche. Das gefundene Pulver müsse noch genauer analysiert werden, sagte Neuendorf. Die Kripo untersucht nun, ob sich Fingerabdrücke oder DNA-Spuren finden lassen, um einen Absender zu identifizieren. Der Umschlag wurde nach Angaben der Polizei zum Sprengplatz Grunewald gebracht. Kurz nach 16.00 Uhr wurden die Sperrungen auf der viel befahrenen Straße wieder aufgehoben.

In Potsdam war in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Damit sollten von dem Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro erpresst werden..

Anfang November war zudem eine Paketbombe an ein Geschäft in Frankfurt (Oder) geschickt worden. Weitere Paketbomben tauchten bislang nicht auf.

Quelle: dpa
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