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FAZ plus ArtikelGruppenvergewaltigung

Von Männerhorden und Tunichtguten

Von Rüdiger Soldt
 - 07:32
Einer von elf Angeklagten wird vor dem Prozessbeginn von einem Justizbeamten in einen Gerichtssaal im Landgericht gebracht.

Die Angeklagten im Freiburger Vergewaltigungsprozess heißen Mustafa, Ahmed, Jekar, Muhamad, Kosay, Yahia, Mohamed, Majid, Alaa, Ayham. Nur einer ist deutscher Staatsbürger. Wie lässt es sich erklären, dass sich ausgerechnet acht Syrer, ein Algerier und ein Iraker zusammentaten, um unweit der Freiburger Techno-Disko eine 18 Jahre alte Studentin mehrfach zu vergewaltigen? Warum waren unter den elf mutmaßlichen Tätern nicht mehr Martins und Justins, warum steht nur ein Timo vor den Richtern des Freiburger Landgerichts?

Dass zumeist junge Männer Frauen seriell oder in einem Gruppenexzess sexuell missbrauchen, hat die Justiz schon häufiger erlebt. Jedes Jahr wird in Deutschland gegen etwa vierhundert Männer ermittelt, die in unterschiedlicher Form in Mehrfachvergewaltigungen verwickelt sind. Von Männern gemeinschaftlich verübte Vergewaltigungen sind auch kein Phänomen, das erst mit der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen ist. Auch am Landgericht Freiburg ist 1983 schon einmal ein spektakulärer Fall einer „Gruppenvergewaltigung“ verhandelt worden. Die damaligen Täter waren Mitglieder einer Rockergruppe.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Soldt, Rüdiger
Rüdiger Soldt
Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.
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