Nach Fund einer Frauenleiche

Ehemann unter Tatverdacht

Von Sonja Jordans
Aktualisiert am 25.11.2020
 - 14:15
Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen: In Rodgau wurde die Leiche einer Frau entdeckt. (Symbolbild)
Die Polizei hat nach dem Fund einer Frauenleiche im hessischen Rodgau vorläufig den Ehemann festgenommen. Das Opfer wurde tot mit erheblichen Kopfverletzungen entdeckt.

Nach dem Fund einer Frauenleiche am Dienstag in Rodgau im Kreis Offenbach sitzt deren 34 Jahre alter Ehemann seit Mittwochnachmittag in Untersuchungshaft. Es bestehe der Verdacht des Totschlags, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Die Leiche der aus Obertshausen stammenden Achtundzwanzigjährigen war am Dienstagvormittag gegen 11 Uhr von Mitarbeitern der Stadt Rodgau in einem Teich am Freizeitgebiet Gänsbrüh bei Rodgau-Dudenhofen entdeckt worden. Ihr Ehemann hatte die Mutter zweier kleiner Kinder zuvor als vermisst gemeldet. Die Gerichtsmedizin habe bei der Leiche später massive, durch stumpfe Gewalt verursachte Kopfverletzungen festgestellt, wie es hieß.

Womit der Frau diese Verletzungen zugefügt wurden, sei noch unklar, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Offenbach. Auch zu den Hintergründen der Tat sei noch nichts bekannt. Die Polizei hatte den Ehemann der Frau bereits am Dienstag vorläufig festgenommen. Zunächst habe aber lediglich ein Anfangsverdacht gegen den Mann bestanden, mit dem Tod der Frau etwas zu tun zu haben, hieß es.

Bis zum späten Nachmittag hatte sich dieser Anfangsverdacht jedoch offenbar erhärtet, inzwischen gilt er als dringend tatverdächtig. Die Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts liefen jedoch unabhängig von der Festnahme des Ehemannes weiter. Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen Montagnacht und Dienstagmorgen in dem Gebiet Gänsbrüh Beobachtungen gemacht haben, und bittet sie, sich unter 069-80981234 zu melden..

Quelle: F.A.Z.
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