Wohnwagen durchsucht

Kinderpornografie-Verdacht auf Campingplatz in Herford

18.09.2019
, 16:22
Auch die Wohnung des Mannes wurde bereits durchsucht. (Symbolbild)
Nach einer anonymen Anzeige haben Ermittler einen Wohnwagen auf einem Campingplatz in Herford durchsucht. Dem Eigentümer wird neben dem Besitz von Kinderpornographie auch ein Verstoß gegen das Waffenrecht vorgeworfen.

Im Zusammenhang mit dem Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie haben Ermittler Wohnwagen auf einem Campingplatz in Herford untersucht. „Es gibt keinen Zusammenhang mit Lügde“, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Bielefeld. Es gehe nicht um Kindesmissbrauch, der Fall habe nicht annähernd die Dimension wie in Lügde. Das „Westfalen-Blatt“ hatte am Mittwoch über die Wohnwagen-Untersuchung berichtet. Die Polizei hatte am Dienstag nur den Fall an sich publik gemacht.

Die Ermittlungen waren nach einer anonymen Anzeige eingeleitet worden, die dem Herforder neben dem Besitz von Kinderpornografie auch einen Verstoß gegen das Waffenrecht vorwarf. Der Verdächtige habe sich zu den Vorwürfen eingelassen. In welchem Umfang, wollte die Staatsanwaltschaft nicht mitteilen. Bislang gebe es keine Hinweise dafür, dass der Verdächtige Kinderpornografie hergestellt oder verbreitet haben könnte.

Aufgrund des Hinweises war am Montag die Wohnung des Mannes durchsucht worden. Es seien erhebliche Datenmengen, unter anderem mehrere Hunderte CDs, sichergestellt worden. Ob auch in den Wohnwagen etwas gefunden wurde, blieb unklar. Die Ermittlungen in dem Verfahren stünden am Anfang. Die Auswertung der Daten werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Quelle: dpa
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