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Kriminalstatistik

Immer weniger Straftaten, immer größere Angst

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Die Angst in der Gesellschaft vor Überfällen und Gewalt hat nach Ansicht des Direktors des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Thomas Bliesener, trotz rückläufiger Zahlen zugenommen. „Die gefühlte und die faktische Kriminalität klaffen zunehmend auseinander“, sagte Bliesener dem Bremer „Weser-Kurier“ (Samstag) anlässlich der Präsentation der neuen Kriminalstatistik für Niedersachsen am Montag. Insgesamt sei die Gefahr geringer, die Furcht aber größer geworden.

Paradoxerweise hätten diejenigen, die eigentlich weniger gefährdet seien, wie ältere Damen, eine sehr große Furcht. Junge Männer hingegen, die sich nachts draußen aufhielten, hätten eine geringe Furcht, obwohl sie ein hohes Risiko hätten, sagte Bliesener.

Die zunehmende Angst hänge auch mit der Berichterstattung im Fernsehen oder den sozialen Medien zusammen. „Die Algorithmen der Suchmaschinen führen demjenigen, der danach sucht, zu immer neuen Berichten über Straftaten“, betonte der Experte. Dadurch entstehe der Eindruck, dass immer mehr passiere, obwohl dies statistisch betrachtet nicht der Fall sei. „Die Zahl der Straftaten geht zurück.“

Auch die Macht der Bilder dürfe nicht unterschätzt werden, so Bliesener: „Wir haben immer mehr authentische Aufnahmen von Gewalt durch Überwachungskameras, auch in seriösen Medien.“

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Frankfurter Polizistin
Gangsterpause auf dem Lohrberg

Quelle: EPD-BAS
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