Mit Auto und Axt getötet

Angeklagter äußert sich zum Mord an seiner Frau

Aktualisiert am 20.05.2020
 - 14:24
Unfassbare Tat: Der Angeklagte gab vor Gericht an, Erinnerungslücken zu haben (Symbolbild).
Ein Mann soll seine Frau mit einem Auto angefahren und anschließend mit der Axt umgebracht haben. Vor Gericht gab der Angeklagte nun Details zur Tat preis.

Im Mordprozess um die brutale Attacke mit einer Axt auf eine Frau mitten in Limburg hat der Angeklagte die Tat teilweise geschildert. Der 34 Jahre alte Angekalgte gab am Mittwoch vor dem Landgericht Limburg zu, mit einem Mietwagen von hinten auf seine Frau zugefahren zu sein. Es sei alles sehr schnell gegangen. Er habe die Fahrer-Assistenzsysteme ausgeschaltet, die Augen geschlossen und geschrien, erklärte der Angeklagte. „Ich glaube, ich habe nicht gebremst.“

An den weiteren Verlauf der Tat erinnere er sich nicht. Er erinnere sich an Schreie, an ein Handy neben einer Tasche und dass seine Frau unterhalb des Autos gelegen habe. „Es tut mir leid“, sagte der Angeklagte.

„Ich wollte, dass es da endet“

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem heimtückischen und aus niedrigen Beweggründen begangenen Mord vor. Laut Anklage hatte der deutsche Staatsbürger im Oktober 2019 seine 31 Jahre alte Frau mit einem angemieteten Auto angefahren und danach mit einem Beil und einer Axt auf sie eingeschlagen. Die Ermittler gehen von etwa 18 Hieben gegen den Kopf- und Halsbereich aus. Die Frau habe aber bereits bei der Kollision tödliche Verletzungen erlitten.

Zum Zeitpunkt der brutalen Attacke wohnte die 31 Jahre alte Frau mit den Kindern in einem Limburger Frauenhaus. Der Angeklagte hatte einen Privatdetektiv engagiert, um den Aufenthaltsort seiner Frau herauszubekommen. Er habe gewollt, dass seine Frau denselben Schmerz verspüre wie er und wollte ihr zunächst die Kinder „entreißen“, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Kurz vor der Tat habe er den Entschluss gefasst, dass sowohl er als auch seine Frau sterben sollten. „Ich wollte, dass es da endet.“

Quelle: dpa
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