FAZ plus ArtikelNach dem Tod von Epstein

„Wie vorhersehbar . . .“

Von Christiane Heil, Los Angeles
11.08.2019
, 18:00
Das Manhattan Correctional Center: hier kam Epstein ums Leben
Er soll minderjährige Prostituierte vermittelt und selbst vielfach sexuell missbraucht haben. Nun ruft der „offensichtliche Suizid“ des im Juli inhaftierten Jeffrey Epstein Verschwörungstheoretiker auf den Plan.
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Die Schuldzuweisungen ließen nicht lange auf sich warten. Nur wenige Stunden nachdem Jeffrey Epstein leblos in einer Zelle des Metropolitan Correctional Center in Manhattan aufgefunden worden war, holte Marc Fernich, einer der Verteidiger des Vermögensverwalters, zu einer Tirade gegen Staatsanwälte, Politiker und hysterische Medien aus: „Sie alle haben Blut an den Händen.“

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Das Gefängnispersonal hatte Epstein am Samstag gegen 6.30 Uhr in einer Zelle der sogenannten Special Housing Unit des Gefängnisses entdeckt. Der Sechsundsechzigjährige soll sich erhängt haben. Nach Wiederbelebungsversuchen wurde Epstein mit einem Krankenwagen in das New York Presbyterian Lower Manhattan Hospital gebracht. Dort wurde er für tot erklärt. „Ich bin entsetzt über Jeffrey Epsteins offensichtlichen Suizid während der Haft in einem Bundesgefängnis“, teilte Justizminister William Barr umgehend mit und kündigte Ermittlungen durch das FBI und das Justizministerium an.

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