Obduktionsergebnis vorgestellt

Brunner hätte ohne Herzkrankheit überlebt

29.07.2010
, 14:46
Woran starb Dominik Brunner? Diese Frage beschäftigt das Münchner Landgericht.
Domink Brunner hätte mit einem gesunden Herzen vermutlich die Attacke zweier Jugendlicher überlebt. Das sagte ein Gutachter bei der Vorstellung des Obduktionsberichts. Der langjährige Internist Brunners hatte dem Manager ein gesundes Herz bescheinigt.
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Mit einem gesunden Herzen hätte Dominik Brunner vermutlich die tödliche Auseinandersetzung mit zwei Jugendlichen am Münchner S-Bahnhof Solln überlebt. Davon ist der Sachverständige Wolfgang Keil überzeugt, der das Obduktionsergebnis des Managers am Donnerstag vor dem Landgericht München vorstellte. Die Tritte, die Brunner in der Auseinandersetzung gegen Kopf und Körper erhalten hatte, seien zwar lebensgefährlich gewesen, wie durch ein Wunder habe es durch sie aber keine schweren inneren Kopfverletzungen gegeben.

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Nach den Untersuchungen gebe es keinen Zweifel, „dass Herr Brunner in Folge eines Herzstillstandes, der sich über ein Herzkammerflimmern entwickelt hat bei einer lange Zeit bestehenden Herzerkrankung verstorben ist“, sagte der Gutachter. Der Herzstillstand sei aber nur durch den Kampf ausgelöst worden, sagte er. Dabei habe sowohl die körperliche Komponente als auch die psychische Stresssituation eine Rolle gespielt.
Brunners Herz sei krankhaft vergrößert gewesen. Dadurch habe die Stresssituation und Belastung wohl zusätzliche Schläge ausgelöst. Diese hätten dann das tödliche Herzkammerflimmern verursacht.

„Vom Herzen her alles in Ordnung“

Ein Internist und Brunners ehemalige Freundin Petra P., eine Ärztin, hatten Brunner dagegen Anfang der Woche als gesund beschrieben. „Er hatte keine gesundheitlichen Probleme“, sagte die 51 Jahre alte Ärztin am Dienstag vor dem Landgericht München. Er habe niemals über Herzbeschwerden geklagt. „Das hätte er mit erzählt.“ Sie habe ihn zudem nie aggressiv erlebt - „aufgeregt vielleicht, aber nie aggressiv“.

Der Hauptangeklagte Markus S.
Der Hauptangeklagte Markus S. Bild: ddp

Nach Angaben seines langjährigen Internisten hatte Brunner keinerlei Herzkrankheit. „Vom Herzen her war alles in Ordnung bei ihm“, sagte der Arzt Josef Bauer am Dienstag. EKG-Tests in den Jahren 1997, 2002, 2007 und zuletzt im Mai 2009 hätten eine gute körperliche Belastbarkeit und keine Auffälligkeiten gezeigt. Das Herz sei zwar „grenzwertig groß“, aber für einen Sportler normal gewesen. Herzklappen und Pumpleistung seien in Ordnung gewesen, sagte der Internist. „Wir haben niemals Medikamente verordnet.“ Brunner hatte nach bisherigen Berichten ein vergrößertes Herz und soll daher an Herzstillstand gestorben sein und nicht direkt an den Verletzungen der beiden Angreifer.

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Quelle: FAZ.NET mit apn und dpa
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