Blaulicht in Rhein-Main

Razzia im Rotlichtmilieu – Einbrecher festgenommen

17.12.2020
, 10:00
Die Polizei erwischt drei Diebe auf frischer Tat. Bei einer Razzia im Frankfurter Rotlichtbezirk wurden zwei Personen festgenommen. Auf der A60 bei Rüsselsheim staute sich der Verkehr nach einem Unfall mit drei Fahrzeugen am Vormittag.

Frankfurt. Die Polizei hat in der Nacht zum Donnerstag drei Einbrecher ertappt und festgenommen. Gegen vier Uhr morgens waren drei Männer im Alter von 34, 35 und 37 Jahren in den Lagerraum eines Supermarktes auf der Berger Straße in Bornheim eingebrochen. Anschließend luden sie Alkohol, Kaffee und Süßwaren im Wert von mehr als 1.000 Euro in einen Einkaufswagen. Ein Zeuge verständigte per Notruf die Polizei, die Beamten nahmen das Trio fest. Die Verdächtigen kamen in Haftzellen des Polizeipräsidiums. Sie wurden Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.

Frankfurt. Zwei mutmaßliche Trickdiebe sind in Frankfurt handgreiflich geworden. Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, hatte eine Frau in einem Mehrfamilienhaus bemerkt, wie zwei Unbekannte eine 84-jährige Nachbarin begleiteten. Als die 46-Jährige sie ansprach, seien sie eilig mit der alten Dame in deren Wohnung verschwunden. Kurz darauf sei die 52-jährige Tochter der 84-Jährigen ins Haus gekommen.

Als die Wohnungstüre ihrer Mutter nicht geöffnet wurde, habe sie mit der Polizei gedroht. Daraufhin seien die beiden mutmaßlichen Trickdiebe aus der Wohnung gestürmt und hätten die 52-jährige Tochter die Treppe heruntergestoßen. Als die 46-jährige Nachbarin ihnen hinterherlief und sie zur Rede stellte, sei der Mann mit einem Schraubenzieher auf sie losgegangen und habe sie am Bauch verletzt. Anschließend seien der Mann und die Frau geflüchtet. Die beiden verletzten Frauen mussten ambulant behandelt werden.

Frankfurt. Bei einer Razzia im Rotlichtmilieu hat die Bundespolizei zwei Verdächtige festgenommen, die Frauen aus China zur Prostitution illegal nach Deutschland gebracht haben sollen. Der Schwerpunkt der Aktion lag in Hessen. In dem Ermittlungskomplex geht es unter anderem um den Verdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt sowie des Missbrauchs von Ausweispapieren, wie die Bundespolizei und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mitteilten.

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Durchsucht wurden Wohn- und Geschäftsräume sowie Bordellbetriebe in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen. In Hessen schlugen die Ermittler in Frankfurt, Eschborn, Oberursel und im Main-Kinzig-Kreis zu.

Bei den Verdächtigen, die in der Nähe von Hanau festgenommen wurden, handelt es sich um eine 43 Jahre alte Deutsche und einen 36 Jahre alten Chinesen. Gegen beide lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Hanau vor. Sie sollen zwischen 2018 und 2020 mehrere Chinesinnen mit teils gefälschten Ausweisdokumenten den Aufenthalt in Deutschland ermöglicht und sie dort als Prostituierte beschäftigt haben. Sie sollen die Hälfte der daraus erzielten Einnahmen von den Frauen verlangt und sie auch nicht zur Sozialversicherung angemeldet haben.

Auch Lohn- und Umsatzsteuer seien nicht abgeführt worden. Ermittelt wird deswegen auch wegen Steuerhinterziehung und das Vorenthaltens von rund 200.000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen. Rund 120 Beamten waren den Angaben zufolge an den Durchsuchungen beteiligt. Die beiden Verdächtigen sollten noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Hofgeismar. Nach dem Messerangriff auf einen 16 Jahre alten Jugendlichen in Hofgeismar (Kreis Kassel) hat die Polizei drei Tatverdächtige gefasst. Ermittelt werde wegen gefährlicher Körperverletzung, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die drei Jugendlichen seien am Mittwoch festgenommen, aber bereits am selben Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Die zwei Sechzehnjährigen und der 15 Jahre alte Jugendliche sollen das Opfer laut Polizei am vergangenen Dienstag an einer Fußgängerbrücke mit einem Messer an der Schulter verletzt haben. Sie sollen den Jugendlichen zudem geschubst, getreten und geschlagen haben. Vier weitere Personen seien dabei gewesen, aber nicht tatbeteiligt, so eine Polizeisprecherin. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatten die Jugendlichen sich zuvor an ihrer Schule gestritten. Die Ermittlungen dauern an.

Rüsselsheim. Auf der Autobahn 60 in Fahrtrichtung Frankfurt sind am Donnerstagmorgen drei Autos zusammengestoßen. Wegen der Bergungsarbeiten war zwischen Rüsselsheim-Königstädten und dem Rüsselsheimer Dreieck nur eine Spur befahrbar, teilte die Autobahnpolizei mit. Autofahrern wurde empfohlen, die Unfallstelle aus Richtung Mainz kommend ab dem Mainspitz-Dreieck über die A671 und die A66 zu umfahren. Gegen 8 Uhr staute sich der Verkehr laut Staumelder des Hessischen Rundfunks bereits auf einer Länge von sieben Kilometern. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Ulrichstein. In Ulrichstein im Vogelsbergkreis ist am Donnerstagmorgen ein Linienbus gegen eine Hauswand gefahren. Der Busfahrer habe offenbar Wild ausweichen wollen, teilte die Polizei mit. Dabei sei er mit seinem Fahrzeug nach links von der Straße abgekommen, durch einen Garten gefahren und gegen das Haus geprallt. Der Busfahrer wurde dabei leicht verletzt, in dem Haus hielten sich nach Angaben der Polizei keine Personen auf. Auch in dem Bus saßen außer dem Fahrer keine weiteren Menschen. Wie hoch der Sachschaden an Bus und Haus ist, sei derzeit noch unklar, sagte ein Polizeisprecher.

Quelle: dpa
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