FAZ plus ArtikelJens Sörings Komplizin

„In meinen Augen war sie perfekt“

Von Christiane Heil, Los Angeles
20.12.2019
, 19:14
Als Zeugin: Elizabeth Haysom sagt 1990 beim Prozess gegen ihren einstigen Freund Jens Söring aus, im Hintergrund Richter William Sweeney.
Nicht nur der verurteilte Doppelmörder Jens Söring, auch seine angebliche Komplizin durfte das Gefängnis in Amerika verlassen. Doch wo Elizabeth Haysom steckt, weiß bislang niemand.

Jens Söring beschrieb seine Komplizin Elizabeth Haysom immer wieder als psychisch angeschlagen, rauschgiftabhängig und doch faszinierend. „In meinen Augen war sie perfekt“, sagte der Student der Staatsanwaltschaft Ende Dezember 1986 bei einer Anhörung im englischen Chelmsford Gefängnis. „Ich betrachtete sie als meine Göttin. Ihre Liebe war unglaublich wichtig und wichtiger als alles andere.“

Acht Monate zuvor waren der deutsche Diplomatensohn und die Kanadierin in London wegen Scheckbetrugs verhaftet worden. Bei den Ermittlungen von Scotland Yard stellte sich heraus, dass das Paar nach dem brutalen Mord an Haysoms Eltern Derek und Nancy aus dem amerikanischen Bundesstaat Virginia nach Europa geflüchtet war. Nach Geständnissen wurde Söring 1990 in dem Südstaat wegen des Doppelmordes zu zwei lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Haysom, die zugab, ihren früheren Liebhaber bei dem Verbrechen an ihren Eltern unterstützt zu haben, bekam 90 Jahre.

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