Tödliche Fahrt in Denver

Uber-Fahrer erschießt offenbar eigenen Passagier

02.06.2018
, 20:00
Polizisten sichern nach den tödlichen Schüssen den Tatort auf der Interstate 25 im Süden Denvers.
In Denver hat ein Uber-Fahrer mutmaßlich seinen 45 Jahre alten Kunden erschossen. Es ist nicht der erste tödliche Zwischenfall bei dem Fahrdienst. Und auch aus der Türkei gibt es schlechte Neuigkeiten für Uber.

Ein für den Fahrdienst Uber tätiger Mann ist in der amerikanischen Stadt Denver unter Mordverdacht festgenommen worden. Der 29 Jahre alte Mann habe am Freitag offenbar nach einem Streit seinen Fahrgast erschossen, teilte die Polizei mit.

Er sagte laut Zeugen aus, dass sein 45 Jahre alter Kunde ihn angegriffen habe. Der Fahrer, der eine halbautomatische Pistole bei sich trug, wurde am Tatort festgenommen. Die Spurensicherung entdeckte dort zehn Patronenhülsen.

„Das Geschäft ist vorbei“

„Wir sind zutiefst beunruhigt über die Ereignisse in Denver“, sagte ein Uber-Sprecher laut örtlichen Medien. Der Fahrdienstanbieter geriet bereits mehrfach wegen Gewaltverbrechen in die Schlagzeilen. Im Dezember wurde im Libanon ein Uber-Fahrer wegen der Ermordung einer britischen Botschaftsangestellten festgenommen. Vor zwei Jahren war ein Uber-Fahrer im Bundesstaat Michigan wegen Mordes angeklagt worden, weil er offenbar wahllos sechs Menschen erschossen hatte.

In der Türkei könnte Uber schon bald vor dem Aus stehen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte bei einer Rede am Freitag in Istanbul: „Das Geschäft ist vorbei. Wir haben unser eigenes Taxisystem.“ Erdogan kündigte an, das Innenministerium habe bereits entsprechende Anweisungen ausgegeben und die Verkehrspolizei werde die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

Istanbuls Taxifahrer hatten zuvor sich zuvor wiederholt über Uber beschwert. Hintergrund ist unter anderem die wesentlich höhere Zulassungsgebühr für Taxis. Während die Lizenz für ein Taxi einmalig 1,68 Millionen Lira (309.600 Euro) kostet, mussten Uber-Fahrer bloß 3550 Lira (circa 650 Euro) jährlich für ihre Zulassung bezahlen. Der Fahrtdienst ist seit 2014 in Istanbul aktiv und konkurriert seitdem mit den über 18.000 Taxen.

Quelle: shüs./AFP/Bloom
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