FAZ plus ArtikelVerschwörungstheorie

Ist das „Q“?

Von Christiane Heil, Los Angeles
08.04.2021
, 06:02
Schon lange wird gerätselt, wer der Kopf von „QAnon“ ist. Nun hat sich einer der Verschwörungstheoretiker verplappert. Der entscheidende Beweis fehlt aber weiter – und die Bewegung ist längst größer als eine Person.

Bis „QAnon“ am 6. Januar plötzlich ein Gesicht bekam, war in den Vereinigten Staaten lange über die Strippenzieher hinter der Bewegung gerätselt worden. Bilder vom Sturm auf das Kapitol in Washington zeigten schließlich einen Mann mit nacktem Oberkörper, Bisonhörnern und Gesichtsbemalung in Rot, Weiß und Blau, den amerikanischen Nationalfarben. Mit einigen hundert Trump-Anhängern war Jake Angeli damals in das Kapitol eingedrungen, um die Bestätigung von Joe Biden zum amerikanischen Präsidenten zu stören.

Wie sich nach der Verhaftung des 32 Jahre alten Verschwörungstheoretikers und früheren Soldaten zeigte, war er schon vor dem Sturm auf das Kapitol für „QAnon“ ins Feld gezogen: bei politischen Versammlungen in seinem Heimatstaat Arizona, Protesten gegen Corona-Lockdowns und bei Wahlveranstaltungen für Trump. „,Q‘ hat mich geschickt“, ließ Angeli immer wieder auf einem Banner wissen – ohne seinen vermeintlichen Auftraggeber preiszugeben.

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