Hilfe & Kontakt
Haben Sie Fragen oder benötigen Hilfe? Dann rufen Sie uns an unter (069) 7591 – 1000 Werktags von 7:00-18:00 Uhr sowie am Wochenende von 8:00-13:00 Uhr. Alternativ kontaktieren Sie uns gerne per Email.
Eine 70 Jahre alte Frau sitzt unter der Spüle in ihrem Haus in München und telefoniert mit der Polizei. Über ein Handy, das sie sich eigens für die Telefonate mit der Polizei anschaffen sollte. An der Tür läutet es Sturm. Bloß nicht aufmachen, bleiben Sie, wo Sie sind!, befiehlt ihr der Polizist am Handy. Dann klopft es an der Tür, ihr Name wird gerufen. Machen Sie bitte die Tür auf, hier ist die Polizei! Doch die Frau bleibt, wo sie ist. Sie vertraut dem Polizisten am Handy.
Mit seinen Fragen wartet Hans-Peter Chloupek, bis die Menschen vor ihm aufgehört haben zu weinen. Dann sitzt er oft erst mal zehn Minuten schweigend mit ihnen so da. Danach sagen sie in seinem Dienstzimmer Sätze wie „Herr Chloupek, ich würde mich umbringen, aber ich schaffe es nicht, vom Haus zu springen.“ Er hält ihre Hand, versucht zu trösten, spricht von Dingen, für die es sich zu leben lohnt. Damit dringt er schwer durch bei Menschen, die 80 Jahre oder älter sind, die Krieg, Armut, Krankheit, den Tod von Angehörigen verkraftet haben und denen jetzt, am Ende ihres langen Lebens, alles genommen wurde, was sie sich in Jahrzehnten mühsam erarbeitet haben, was ihnen lieb und teuer ist. Die Geldscheine im Wäscheschrank, das Ersparte auf der Bank, der Granatschmuck der Großmutter.