Debatte um Waffenrecht

14 Tote durch Schüsse an einem Wochenende in den USA

06.06.2022
, 17:29
Ein Passant vor einer Scheibe mit Einschüssen in der South Street in Philadelphia
Ein Wochenende mit zahlreichen Angriffen befeuert die Debatte über ein strengeres Waffenrecht. Im Senat bemüht sich eine überparteiliche Gruppe um einen Kompromiss.
ANZEIGE

Nach einer Serie schwerer Schusswaffenangriffe sind in den Vereinigten Staaten am Wochenende abermals 14 Menschen durch Waffengewalt getötet worden. In Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania schossen am Samstagabend bislang nicht gefasste Angreifer in einem Ausgehviertel um sich, töteten drei Menschen und verletzten zwölf weitere. Anlass der Tat soll ein Streit gewesen sein.

In der Nacht auf Sonntag kamen bei einem Angriff in einer Bar in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee drei Menschen ums Leben; zwei wurden erschossen, ein Dritter wurde von einem Auto überfahren, als er floh. In der Stadt Saginaw in Michigan wurden laut übereinstimmenden Berichten örtlicher Medien drei Menschen erschossen und zwei weitere verletzt. Bei vier Schusswaffenangriffen in South Carolina, Arizona und Georgia kamen am Wochenende weitere fünf Personen ums Leben.

ANZEIGE

Die Bürgermeisterin von Phoenix, Kate Gallego, schrieb nach dem Tod eines vierzehnjährigen Mädchens am Samstag auf Twitter: „Sieht aus, als würden wir keinen Tag ohne einen weiteren Schusswaffen­angriff auskommen.“ Nach drei Massakern in einem Supermarkt, in einer Grundschule und in einem Krankenhaus mit zusammen 33 Toten im Mai ist in Amerika die Debatte über schärfere Waffengesetze abermals entbrannt. Präsident Joe Biden, der in einer Rede am Donnerstag eindringlich zum Handeln aufgefordert hatte, erneuerte am Sonntag seine Forderung nach einem Verbot halb automatischer Waffen oder mindestens einer Heraufsetzung der Altersgrenze von 18 auf 21 Jahre.

Im Senat bemüht sich eine Gruppe unter der Leitung des demokratischen Senators von Connecticut, Chris Murphy, und des republikanischen Senators von Texas, John Cornyn, um einen überparteilichen Kompromiss für schärfere Waffengesetze. Traditionell verweigern die Republikaner solche Vorstöße; um einen Gesetzentwurf zur Abstimmung zuzulassen, sind die Stimmen von zehn Republikanern nötig. Murphy zeigte sich im Sender CNN am Sonntag vorsichtig hoffnungsvoll. „Ich habe noch nie an so ernsten Verhandlungen teil­genommen wie an diesen.“ Am wahrscheinlichsten sind moderatere Schritte wie etwa eine strengere Hintergrund­überprüfung von Waffenkäufern.

ANZEIGE
Quelle: fia.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
Automarkt
Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen
50Plus
Serviceportal für Best Ager, Senioren & Angehörige
Gutscheine
Finden Sie die besten Angebote
Kapitalanlage
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage der Zukunft
ANZEIGE