„Cleanup Day“

Die Welt räumt auf

21.09.2019
, 14:44
Die Entmüllung der Welt
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„Cleanup Day“
Die Entmüllung der Welt
An diesem Samstag ist Aufräumen angesagt: Aber nicht zuhause, sondern draußen in der Natur. Umweltaktivisten haben weltweit zum Einsammeln von Plastikmüll aufgerufen.
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Bei gemeinsamen Aufräumaktionen zum weltweiten „Cleanup Day“ haben tausende Umweltaktivisten in Asien und Australien Müll an Stränden, Flüssen und in Städten eingesammelt. Wie AFP-Reporter berichteten, beteiligten sich unter anderem Bewohner der Fidschi-Inseln, der Philippinen, Vietnams, Chinas und der australischen Ostküste an den von der globalen Stiftung „Let’s do it“ organisierten Aktionen. Sie sollen auf die Unmengen Plastikmüll weltweit aufmerksam machen.

Die Aktivisten sammelten unter anderem Autoreifen, Motorenteile, Plastikteile und Zigarettenkippen ein. „Obwohl unsere Aktionen sehr klein scheinen – wenn wir zum Beispiel Müll auf dem Bürgersteig aufheben – können sie eine wichtige Botschaft senden“, sagte der 18 Jahre alte Hoang Thi Hoan in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.

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Die Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle ist ein großes Problem in Südostasien. Neben China, Vietnam und Indonesien ist die Situation in den Philippinen besonders gravierend. Zuletzt sorgten vor allem die Plastikmüll-Exporte westlicher Nationen in asiatische Länder für Kritik.

Laut einem UN-Bericht aus dem vergangenen Jahr landen 79 Prozent des jemals auf der Welt hergestellten Plastiks trotz Recycling-Bemühungen und Müllvermeidungsinitiativen auf Müllhalden. Nur neun Prozent der insgesamt neun Milliarden Tonnen Plastik wurden demnach recycelt.

Ostsee: 70 Müllteile auf 100 Metern Strand

Strandputzen zum Ende der Badesaison. An der Müllsammelaktion „Cleanup Day“, zu der Umweltverbände weltweit aufgerufen hatten, beteiligten sich am Samstag auch zahlreiche Naturfreunde in Mecklenburg-Vorpommern. So starteten am Vormittag in Rostock-Warnemünde etwa 30 Teilnehmer, um den Strand des beliebten Ostseebades zu säubern.

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Wie aus der Website „Gewässerretter“ hervorging, waren im Nordosten zudem Aktionen in Rerik, Kühlungsborn, Prora, Stralsund, Greifswald und Schwerin geplant. Zu den Organisatoren zählten die Umweltschutzorganisation Nabu, der Verband Deutscher Sporttaucher, der Deutsche Seglerverband und der Deutsche Kanu-Verband.

Nabu-Landesgeschäftsführerin Rica Münchberger verwies auf Untersuchungen, nach denen an den Stränden der Ostsee auf jeweils 100 Metern durchschnittlich 70 Müllteile zu finden sind. Weltweit gelangten jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle vom Land ins Meer. Angesichts der Müllmassen seien die Sammelaktionen zwar nicht die Lösung des Problems, brächten das Thema aber ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

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Die Grünen Mecklenburg-Vorpommerns nahmen den „Coastal Cleanup Day“ zum Anlass, von der Landesregierung entschiedenere Maßnahmen zur Vermeidung von Plastik zu ergreifen. „Für ein Land mit so vielen Gewässern wie MV, erwarten wir als Bündnisgrüne deutlich stärkere Bemühungen des Landes“, betonte Landesvorstandsmitglied Jana Klinkenberg. Einzelne Kommunalpolitiker im Land brächten in ihren Stadtvertretungen und Gemeinderäten zwar Anträge zur Vermeidung und Eindämmung der Plastikflut ein, doch reiche das längst nicht aus. Das Land solle solche Initiativen aufgreifen und in Einrichtungen des Landes und auf landeseigenen Flächen Speisen und Getränke nur in wiederverwendbaren Verpackungen und Behältnissen ausgeben.

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Gefahr für die Umwelt
Jagd auf Geister-Netze
Video: AFP, Bild: AP
Quelle: AFP
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