FAZ plus ArtikelDas Leben von Jeffrey Epstein

Ein Mann mit den besten Verbindungen

Von Christiane Heil
Aktualisiert am 11.08.2019
 - 11:24
Der Finanzberater Jeffrey Epstein sollte wegen Missbrauchs Minderjähriger vor Gericht kommen – das hätte einigen prominenten Zeitgenossen Sorgen bereiten müssen. Doch jetzt hat der Verdächtige sich das Leben genommen.

Wer an der amerikanischen Ostküste etwas auf sich hält, verbringt Wochenenden und Urlaube in Palm Beach. Seit Eisenbahnmagnat Henry Flagler hier vor mehr als 100 Jahren die ersten Schienen legen ließ, zieht der schmale Inselstreifen zwischen Atlantik und Intracoastal Waterway Prominenz und Geldadel an. John Lennon, Rod Stewart, Radiotalker Howard Stern, Kosmetikkönigin Estée Lauder und mehrere Generationen von Kennedys gehörten oder gehören zu den Dauergästen der Nobelenklave im Süden Floridas.

Auch Donald Trump, damals noch Immobilieninvestor in New York und verheiratet mit seiner ersten Ehefrau Ivana, wählte Palm Beach als Rückzugsort. Im Jahr 1985 kaufte er die Villa Mar-a-Lago, die die Cornflakes-Erbin Marjorie Merriweather Post fast 60 Jahre zuvor als eines der größten Anwesen der Vereinigten Staaten gebaut hatte. Trump ließ einige der mehr als 100 Räume als privates Quartier abtrennen und richtete für zahlende Mitglieder den Club Mar-a-Lago ein. Anfang der Neunziger begrüßte er einen neuen Nachbarn. Der Finanzberater Jeffrey Epstein, wie der spätere Präsident der Vereinigten Staaten gebürtiger New Yorker, hatte für vergleichsweise günstige 2,5 Millionen Dollar ein Haus am El Brillo Way erworben.

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Quelle: F.A.S.
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