Erfolg am Mount Everest

Ein Team aus schwarzen Bergsteigern als Vorbild

Von Bernd Steinle
13.05.2022
, 17:03
Ziel vieler Träume: der Mount Everest, mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt, von der chinesischen Nordseite aus gesehen
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Das „Full Circle Everest“-Team erreicht den höchsten Punkt der Welt. Mit der Expedition will es Schwarze dazu bewegen, ihre eigenen Outdoor-Ziele zu verfolgen.
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Sie hatten sich vorgenommen, als erstes Team, das ausschließlich aus schwarzen Bergsteigern besteht, den Gipfel des Mount Everest (8848 Meter) zu erreichen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass das Team „Full Circle Everest“ tatsächlich am höchsten Berg der Welt erfolgreich war. Nach An­gaben seines nepalesischen Expeditionsveranstalters erreichten mindestens sechs der neun Mitglieder den höchsten Punkt, zusammen mit acht Sherpas als Führern. Der Everest-Fachmann und Blogger Alan Arnette sprach von acht Teammitgliedern, die es mit den acht Sherpas bis ganz oben geschafft hätten.

Die Gruppe, die aus Bergsteigern aus den USA und Kenia zusammengesetzt ist, wollte mit ihrer Expedition darauf aufmerksam machen, dass für viele Schwarze der Zugang zu Outdoor-Aktivitäten wie dem Bergsteigen noch immer schwierig ist. Wie das Team weiter mitteilte, soll das Projekt zudem die nächste Generation von Outdoor-Interessierten dazu bewegen, „ihre eigenen persönlichen Gipfel­ziele zu verfolgen“. Nach Angaben auf der Website des Expeditionsteams waren zuvor unter den mehr als 6000 Everest-Besteigern seit 1953 nicht einmal zehn schwarze Bergsteiger gewesen.

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Ukrainischer Gipfelerfolg

Zum zehnten Mal auf dem Gipfel des Mount Everest stand am Donnerstagmorgen die Nepalesin Lhakpa Sherpa, die damit ihren eigenen Rekord als Frau mit den meisten Gipfelerfolgen verbesserte. Die 48 Jahre alte Lhakpa Sherpa hatte schon im Alter von 15 Jahren als Trägerin am Berg gearbeitet. Heute lebt sie mit drei Kindern in Hartford im amerikanischen Bundesstaat Connecticut. Im Jahr 2000 war sie die erste Frau aus Nepal gewesen, die den Gipfel des Mount Everest erreicht und den Abstieg überlebt hatte.

Ebenfalls erfolgreich am Mount Everest war die Ukrainerin Antonina Samoilova, die nach Angaben ihres Expeditionsveranstalters gegenüber der Zeitung “The Himalayan Times“ am frühen Donnerstagmorgen den Gipfel erreichte. Sie habe die ukrainische Flagge auf den höchsten Punkt der Welt gebracht, um die Moral ihrer Landsleute im Kampf gegen die russische Invasion zu stärken. „Die ukrainische Flagge soll auf dem Dach der Welt wehen, besonders während unsere Leute so harte Zeiten durchleben, als Symbol der Unbesiegbarkeit“, hatte die 33 Jahre alte Samoilova zuvor der Website „Everest Chronicle“ gesagt. Samoilova war die einzige Ukrainerin, die in diesem Frühjahr ein Permit für den Mount Everest erhalten hatte.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Steinle, Bernd
Bernd Steinle
Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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