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FAZ plus ArtikelSchauspielerin Joanna Kulig

Gibt Hollywood dieser Frau eine echte Chance?

Von Julia Dettke
 - 14:47

Ein Liebespaar auf einer Party in Paris, irgendwann in den 1950er Jahren. Flirrende Jazzmusik, tanzende Körper, das alles in schönen, schwarzweißen, fast quadratischen Bildern, so atmosphärisch und einnehmend, dass man sich beim Zusehen sofort von der Menge mitgetragen fühlt. Das Paar, dem man dabei folgt, sind Zula (Joanna Kulig) und Wiktor (Tomasz Kot). Er ist eine imposante Mischung aus Don Draper und Gregory Peck, sie verführerisch und ungreifbar wie Marilyn Monroe oder Jeanne Moreau (zu Moreau gleich noch mehr). Zula und Wiktor sind polnische Musiker im Pariser Exil. Es ist die Zeit des Kalten Krieges. Es ist kompliziert.

Das eindrücklichste an dieser Szene ist aber ein Satz, ganz zu Beginn. Wiktor stellt Zula seinem Freund Michel vor, der ihnen beruflich nützlich sein könnte, doch Zula ist nicht an einem Gespräch interessiert. Also verabschiedet sie sich rasch, holt sich einen Drink und geht geradewegs auf Wiktors französische Geliebte Juliette (Jeanne Balibar) zu, um ihr die Meinung zu sagen. Die Übersetzung, die Juliette von den polnischen Volksliedern angefertigt hat, die Zula singt, gefällt ihr überhaupt nicht. Und während Zula sich der Rivalin gegenüber glänzend schlägt, sagt Michel zu Wiktor: „Elle a du caractère!“, „Sie hat Charakter!“

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly
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