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Chöre im Aufwind

Lasst euch erfassen vom Notenrausch

Von Stefanie von Wietersheim
 - 07:44
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Ein langer Ton. Jürgen Homanns Stimmgabel lässt das vertraute A ertönen, er ist in dem Klang zu Hause wie in einem kuscheligen weichen Hemd. So fällt es ihm leicht, auf der Tonleitertreppe zwei Halbtonschritte hinauf zum H gehen: Das ist der Ton für den Sopran. Dann gleitet er eine Terz runter zum G: ja, das ist der Ton für den Alt. Schließlich noch eine Terz runter zum E: für Bass und Tenor. Homann – joviale, raumgreifende Erscheinung, grauer Bart, Brille – singt mit seiner schönen sonoren Stimme dem vor ihm im Halbkreis stehenden Chor aus 19 Frauen und Männern die Dreierkette H-G-E vor, es klingt ein wenig melancholisch, E-moll halt. Wenn der erste Dreiklang nicht stimmt, stürzt das Prüfungsstück sofort ab. Und aus einem wehmütigen Freiheitslied wird Gejaule. Homann streckt die Arme sehr entschlossen vor den Körper, dreht die Handrücken nach außen und gibt durch Heben der Hände den Einsatz. Attacke!

Jeder Mensch kann singen. Eigentlich. Bei vielen verkümmern natürliche Anlage, Talent und Lust jedoch durch unsensible Lehrer oder Freunde, die Singen spießig finden, weil sie damit aus dem 19. Jahrhundert stammende Männergesangsvereine verbinden, die nach dem Proben in düster getäfelten Wirtshausstuben ein Bierchen zischen und froh sind, ihren Ehefrauen einen Abend lang zu entkommen. So bleibt manch potentieller Chorsänger schamhaft hinter dem Duschvorhang versteckt. Oder übt einsam und allein beim Autofahren Liebesschwüre zu Singalong-Apps.

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Die Kunst des Dirigierens

Doch Deutschland erlebt einen neuen Boom des Chorsingens. Vier Millionen Menschen über 14 Jahren singen nach Angabe des Deutschen Musikinformationszentrums in der Bundesrepublik in Chören, ungefähr die Hälfte davon ist in Verbänden organisiert. (Im Vergleich: Der Deutsche Fußball-Bund zählt sieben Millionen Mitglieder.)

In diese Welt der vier Millionen Sopranistinnen, Altistinnen, Tenöre und Bässe und deren Universum der Harmonien und Schwingungen ist auch Jürgen, Homann, 60, jetzt wieder eingetaucht. Während der Woche steuert er einen Lkw durchs Land, doch an diesem Winterwochenende lernt er an der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel, diplomierter Laienchorleiter zu sein. Ein echter Dirigent. Oft helfen ihm bei dieser Lehre seine lange Erfahrung als Sänger und das Chorprojekt-Management aus seinem Gospel-Ensemble. Doch plötzlich am schwarzen Chefpult zu stehen bedeutet auch für reiß- und stoßfeste Chorsänger, in eine neue, manchmal einsame Daseinsform einzutauchen, für die man trainieren muss, um zu überleben.

Zum Beispiel gerade eben, als er seinem Chor die Anfangstöne von „Donna Donna“, einem durch Joan Baez und Donovan populär gewordenen Lied, füttern musste. Und zwar zack, zack. Und wie alle Schüler des heutigen C2-Kurses muss er zeigen, dass er seinen vier Stimmfraktionen die Anfangstöne elegant und sicher wie ein Saalchef im Drei-Sterne-Restaurant servieren kann. Und wie der Maître im Sternerestaurant ist er streng auf ein Ritual trainiert: Die auf 440 Hertz gestimmte Gabel lässig an einen Knochen des linken Handrückens schlagen, ohne sich weh zu tun. Das vibrierende Metall ans rechte Ohr halten. Sich vom Ton A die drei Anfangstöne des Prüfungsliedes vorstellen und sie blitzsauber vorsingen. Allein in den ersten dreißig Sekunden des Tonsuchens könnten dreißig Sachen schiefgehen: Mal fällt die Gabel vor Nervosität runter, mal hat das Hirn einen Blackout und statt des A herrscht Stille im Ohr.

Doch heute geht alles wie geschmiert, das A, das H-G-E, das intuitive Atmen ins Zwerchfell, der Luftimpuls für die anderen Sängerinnen und Sänger, der Einsatz. Geschafft. Der Chor nimmt Fahrt auf und singt die erste Strophe: „On a wagon bound for market / There’s a calf with a mournful eye...“ Nun muss Homann zwanzig Takte über musikalische Täler und Hügel, Abzweigungen und Gefahrstellen einen Vierertakt dirigieren. Mit zwei voneinander unabhängig arbeitenden Armen. Phrasen, Einsätze und Dynamik mit Händen, Augen und Mund zeigen, dazu stumm den Text deklamieren. Und zum Schluss mit einem Schlag ein klares Ende anzeigen, in dem alle in derselben Nanosekunde das Schluss-N von „Donna Donna Donna DoN“ setzen.

Bereit 2000 Euro zu bezahlen

Viele Teilnehmer dieses Kurses sind am Ende eines solch kurzen Dirigierstückes wie aus dem Wasser gezogen. Vor allem, wenn es wie heute dazu noch auf Video aufgenommen wird. Bei der anschließenden Besprechung müssen sie sich freundlich, aber bestimmt von den Dozentinnen und Dozenten fragen lassen: Wo warst du beim Dirigat mit den Augen? In den Noten und mit dir beschäftigt oder beim Chor, der dich braucht? Zerdrückst du die Musik nicht mit deinen Händen? Warum machst du hier auf einmal Schnabel-Schnappgesten? Und spreizt da die Hände und lässt den Klang durchfließen und absaufen?

Lauter Todsünden, die die geheimnisvolle Verbindung zwischen Dirigent und Sängern zerschlagen. Denn der Chor spiegelt in seinem Klang jede Gestik und Mimik des Menschen, der am Pult vor ihnen steht. „Sich auf dem Bildschirm selbst dirigieren zu sehen ist für viele Chorleiter hart, auch wenn sie Erfahrung haben“, sagt Helmut Lange, Landesehrenchorleiter von Niedersachsen mit fünf Jahrzehnten Erfahrung und einer der Dozenten des Kurses.

Das Überleben der meisten deutschen Chöre hängt von Freizeitmusikern wie Jürgen aus Neustadt am Rübenberge ab, die eine solch offiziell anerkannte Chorleiterschule mit hier 234 Stunden, Hausarbeiten, Zwischen- und Abschlussprüfung besuchen und bereit sind, dafür rund 2000 Euro zu bezahlen. Denn nur ein Drittel der Chorleitungspositionen im Land ist mit Profis besetzt. Chorleiter fehlen in der ganzen Republik, gerade außerhalb der Metropolen. „In Städten mit Musikstudenten finde ich sofort zehn Chorleiter, aber gehen Sie mal dreißig, vierzig Kilometer raus aufs Land, da findet man schwer jemanden, der überhaupt kommt und dann noch Qualität hat“, sagt Wolfgang Schröfel, Ehrenpräsident des Niedersächsischen Chorverbandes.

Mosaikwelt der Vokalmusik

Sänger zu sein ist so, wie Beifahrer in einem Auto zu sein. Dirigenten jedoch übernehmen die ganze Verantwortung. Im schlimmsten Fall auch für den Crash. Neudirigenten haben mühsam zu lernen, wie sie die Gänge schalten, ohne den Motor abzuwürgen. Sie müssen dafür schlafwandlerisch in der Lage sein, mit dem ganzen Körper Bilder zu Rhythmus und Ausdruck zu malen, die der Chor musikalisch spiegelt. Bei manchen Dirigenten sehen ihre Luftlinien aus wie die eines wütenden Picasso, bei anderen wie eine leise Komposition von Paul Klee oder Mark Rothko. Parallel zur Luftmalerei müssen die Dirigierschüler sekundenschnell die Intonation, also das richtige mehrstimmige Singen, prüfen. Hat der Chorleiter keinen Plan oder verheddert er sich, kommt der Chor aus dem Tritt, singt schlapp oder falsch. Im Konzert der GAU. Crash.

Die deutsche Chorszene ist von außen gesehen ein wild kakophonisches Potpourri aus Laien, Halbprofis und Profis, in dem sich nur ein Teil in Vereinsstrukturen mit der heiligen deutschen Trias von notariell bestätigtem Vorstand, Jahreshauptversammlung und Kassenprüfung einfügen mag. Viele überalterte Männerchöre sterben wie die Fliegen. Dafür bilden sich immer mehr freie Ensembles und Frauenchöre. Gospel, Musical und Pop boomen. „Das Chorsingen in großen Vereinen mit geschlossenen Gesellschaften ist nicht mehr so attraktiv, dafür sehen wir kleine Projektchöre und musikalisch anspruchsvolle Ensembles enorm im Aufwind“, sagt Experte Schröfel. Chorleiterinnen sind in der ehemaligen Männerdomäne auf dem Vormarsch – Nachfolgerinnen der seit dem 13. Jahrhundert in den Frauenkonventen wirkenden „Cantrix“, die als Chorleiterin oder Vorsängerin Gesänge, Tempo, Tonhöhe und Auswahl der Sängerinnen bestimmte.

In der Mosaikwelt der Vokalmusik gibt es am unteren Ende der künstlerischen Skala die sich im schlimmsten Falle heiser schreienden Kirchenchöre, die innerhalb eines Psalms zwei Töne sinken – und ganz oben edle Kantoreien auf Weltniveau. Dazwischen singen Flashmobs, Kneipen- und Straßenchöre, Kindermusical-Gruppen, Rockbands und donnernde Oratorienchöre. Es gibt Ensembles, die Gregorianik oder die Kurt-Weill-Tradition pflegen, Mantra-Gesänge und mongolischen Kehlkopfgesang üben, Soulgruppen, Singalong-Kreise, Afterwork-Chöre, Welcome Choirs, singende Bäcker und Brummer-Gruppen.

Für die meisten Laien eine Herausforderung

Die Zahl der deutschen Profichöre ist im Vergleich zu den Hobbysängern eher klein; an ihrer Spitze stehen Rundfunk- und Opernchöre. Zwischen Profi-Sopranistinnen mit eigenem Agenten, die das An- und Abschwellen ihrer Schleimhäute während der Monatsblutung ängstlich erspüren, weil es die Stimmfärbung ändert, und robusten Tuttischweinen – der liebevoll-ironische Ausdruck für Massensänger, die sich gern stimmlich am Chornachbarn festkrallen – im Gemeindechor auf der wackeligen Empore liegen Welten.

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„Das Dirigieren ist eine dieser Sachen, die dir im Leben passieren und in die man überraschend reingeschubst wird“, sagt Mirjam Risse, 36 Jahre alt, Vertriebs- und Projektassistentin in der Elektrobranche, aus Hameln. Die musikalische Autodidaktin singt in einem Gospelchor, ist dazu Mitglied einer Soul-Band und hat auch außerhalb der Bühne mit ihrem blonden Undercut, goldenen Kreolen und dem Notenschlüssel-Tattoo auf dem rechten Zeigefinger eine strahlende Präsenz. Singen ist seit ihrer Zeit in Kinder- und Jugendchören Leitmotiv ihres Lebens, doch Dirigieren zu lernen wäre ihr nie in den Sinn gekommen. Hätte ihr eine Chorleiterin nicht vor vier Jahren einen Flyer in die Hand gedrückt, mit dem für den Laien-Einstiegskurs, den sogenannten D-Schein, geworben wurde. „An drei Wochenenden habe ich mir das dann reingezogen und mit einer Empfehlung zum Weiterstudium abgeschlossen“, erzählt sie. Ihr persönliches Fazit war: „Ich vergeude mein Talent und Leben, wenn ich nicht andere Menschen zum Singen bringe.“

Und doch ist der C-Schein für Risse wie für die meisten Laien im Kurs eine Herausforderung. „Auf einmal muss man wirklich arbeiten, auch wenn man sehr lange nicht mehr in der Schule war und nicht der Typ ist, der gerne vor Büchern sitzt.“ Sie studiert in Wolfenbüttel neben klassischem Dirigat die Fächer Gehörbildung, Harmonielehre, Musikgeschichte und bekommt Einzel-Gesangsstunden.

Ein Wohlfühl-Ort

Und dabei kommt immer wieder die Mathematik ins Spiel. Mathematik für die Ohren. In der fortgeschrittenen Gehörbildung. Einfache Intervalle, also Tonabstände wie Terzen, Quarten oder Quinten zu hören, die Dozent Eckhard Thiel am Flügel anschlägt, sind für viele Kursteilnehmer nach kurzer Zeit so einfach wie ein Kinderlied. Aber wenn es darum geht, Dominantseptakkorde mit vier gleichzeitig gespielten Tönen vom A der Stimmgabel aus zu bestimmen und ihre Stellungen – also wie die Töne aufeinandergeschichtet sind – zu definieren, erfordert das ein intensives Training für Nichtprofis, gerade wenn sie nicht Klavier spielen.

Schaffe ich das? Diese Frage hat sich Mirjam Risse öfter gestellt. „Doch immer im Leben, wenn es mir nicht gutging, hat mir die Musik geholfen – wenn ich traurig oder himmelhochjauchzend bin, dann singe ich das“, sagt sie. Seit Januar leitet sie einen eigenen Gospelchor in Gehrden bei Hannover, bei dem sie zum Casting antrat und sich gegen mehrere Konkurrenten durchsetzte. Nun probt sie einmal im Monat vier Stunden, selbstverständlich gegen Honorar. Zusätzlich gibt sie Gesangsstunden; dafür hat sie in Absprache mit ihrem Arbeitgeber die Stundenzahl in ihrem Brotberuf reduziert.

Eine der jüngsten Sängerinnen im Chorleiter-Kurs ist, mit 17 Jahren, Luise Hiestermann aus Hermannsburg bei Celle. „Es gibt selten Orte auf der Welt, an denen ich mich so gut aufgehoben und wohl fühle wie hier beim Dirigierenlernen“, sagt die jugendstil-mädchenhaft wirkende Musikerin mit den dunklen Locken, die in kurzer Zeit einen ganz eigenen, selbstbewussten Dirigierstil entwickelt hat. „Die Dozenten sind nicht wie höher gestellte Lehrer, vor denen man Angst hat. Außerdem herrscht hier kein Konkurrenzdruck wie so oft bei Musikern. Alle helfen sich.“

Verliebt in einen Chorleiter

Sie hat nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zur Sozialassistentin begonnen und möchte parallel ihre Liebe zur Kirchenmusik an der Orgel ausleben. Nach einem Schnuppertag für die Chorleiterausbildung war sie Feuer und Flamme, doch haperte es am Geld. Schließlich sponserte die Landeskirche ihren Beitrag. Noch leitet Hiestermann keinen Chor, kann sich aber vorstellen, später als Erzieherin musikalische Früherziehung anzubieten oder als Kantorin zu arbeiten.

„Wir brauchen dringend die Jugend“, sagt Helmut Lange, der Landesehrenchorleiter Niedersachsens. Er hat ein Musikmentoren-Projekt für 15- bis 18-Jährige mitinitiiert, das an vier Wochenenden in Grundlagen der Musikvermittlung einführt. Er setzt ganz auf den Nachwuchs: „Manche alten Chöre, die unter Mitgliederschwund leiden, aber sich doch immer noch sehr selbstbewusst als Kulturträger des Ortes fühlen, sitzen auf großen Geldmengen, weil sie nie was ausgegeben haben. Die haben Sparkassenbriefe!“, erklärt er. Diesen Chören rät er, Patenschaften in Kindergärten oder Schulen für Singerziehung zu übernehmen. „Ich sagen denen knallhart: Macht mal was, ihr Kulturträger! Wenn es so weitergeht, dann tragt ihr Kultur weg oder in die Gosse! Investiert gefälligst in die Kinder, die sind die künftigen Kulturträger!“

Dass Chöre individuelle Glücksparadiese, aber auch Hort für Querulanten, Quietscher und Zickenkriegerinnen sein können, kennt Lange aus jahrzehntelanger Erfahrung. Er kämpft außerdem vehement für eine angemessene Bezahlung der oft ehrenamtlich arbeitenden Chorleiter: „Wenn Chöre über ein abendliches Übungssalär von 100 Euro meckern, mache ich einfach die Bierrechnung auf und frage: Ist euer Chorleiter euch nicht mal ein Bier pro Abend wert? 2,50 oder 3 Euro? Bei einem Chor von 30, 40 Leuten gibt das schnell 400 Euro im Monat.“ Er rät Chorleitern, aufzulisten, was sie für ihre Ausbildung bezahlt haben und was sie über die Probe hinaus noch leisten: Literatursuche, Vorbereitung, Programmgestaltung und Organisation von Konzerten, Presse-und Werbearbeit. „Wenn ich als Chorleiter den Sängern pro Abend nicht mal ein Bier wert bin, dann würde ich persönlich weggehen oder den Chor zumachen“, sagt er bestimmt.

Wen man im Wolfenbütteler Chorleiter-Seminar auch fragt, warum er oder sie sich neben dem Fulltime-Job auch noch mit mittelalterlicher Neumen-Notation, Schönberg-Kompositionen und der richtigen Technik des Heavy-Metal-Screamens auseinandersetzt, bekommt unter dem Strich dieselbe Antwort: Es ist der Notenrausch. Die Schönheit der Musik. Das Mitnehmen der anderen in das sexy High von Gospel und Gershwin, Bach, Buxtehude und Beatboxen. Und so überraschte es die Sänger auch nicht wirklich, als unter Herzblatt-Lesern kolportiert wurde, die Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, seit 2018 Präsident des Deutschen Chorverbandes, habe sich in einen, tja, Chorleiter verliebt. Einen Mann mit silberfarbener Stimmgabel und dem Ton A im Ohr.

Quelle: F.A.S.
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