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FAZ plus ArtikelInterview mit Joaquin Phoenix

„Frauen brauchen nicht unseren Segen“

Von Christian Aust
 - 07:11

Mr. Phoenix, wie spielt man Jesus, ohne als Klischee zu enden?

Diese Frage hat mir schlaflose Nächte bereitet, sie hat mir Angst gemacht. Meine Gedanken kreisten ständig um diese überlebensgroße Ikone. Aber irgendwann war es dann so ähnlich, wie Johnny Cash zu spielen. Ich habe mit den Fakten gearbeitet und mir gesagt: Du spielst Jesus von Nazareth, einen Mann aus Fleisch und Blut. Mein Weg in diese Rolle war diese menschliche Verbindung. Ich habe einen Mann gespielt, der eigentlich am Leben bleiben wollte, trotz seiner Spiritualität und seiner Jenseitigkeit.

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Schauspieler und Exzentriker

Er ist einer der letzten Exzentriker im Filmgeschäft. An schlechten Tagen bricht Joaquin Phoenix nach einer falschen Frage einen ganzen

Interview-Tag ab. Aus Angst vor Viren und Bakterien schüttelt er niemandem die Hand. Vor zehn Jahren ging er angeblich in Frührente, um Rap-Musiker zu werden. Sein damaliger Schwager Casey Affleck machte daraus die FakeDokumentation „I’m Still Here“.

Als neurotischer Vatermörder Commodus in Ridley Scotts „Gladiator“ erspielte sich Phoenix die erste von drei Oscar-Nominierungen. Für seine Rolle als Johnny Cash tauchte er so tief in die Psyche des drogenabhängigen Country-Stars ein, dass er fast nicht zurück in die Realität fand. Jetzt spielt der Dreiundvierzigjährige im Film „Maria Magdalena“, der am Donnerstag in die Kinos kommt, sogar Jesus Christus. In dem Drama wird Maria Magdalena zum ersten Mal als Jesu wichtigste Jüngerin gezeigt. Bei den Dreharbeiten geschieht tatsächlich ein Wunder: Phoenix verliebt sich in seine Filmpartnerin Rooney Mara. Darüber will er aber beim Interview in London nicht sprechen. (F.A.Z.)

Quelle: F.A.Z.
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