FAZ plus ArtikelVorwurf des Antisemitismus

Umstrittener Polemiker

Von Alexander Jürgs
07.06.2022
, 06:01
Moshe Zuckermanns Eltern sind polnisch-jüdische Holocaust-Überlebende.
Antisemitismus in städtischen Räumen? Die israelfeindliche BDS-Bewegung plant in Frankfurt eine Diskussion mit dem Soziologen Moshe Zuckermann. Dagegen wird viel Kritik laut, doch verhindern lässt sich die Veranstaltung nicht.
ANZEIGE

Moshe Zuckermann als umstritten zu bezeichnen ist eine Untertreibung. Mit seinen Polemiken gegen Israel und gegen deutsche „Anti-Antisemiten“, die den jüdischen Staat gegen Kritik verteidigen, eckt der Soziologe, Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender und Anhänger der Kritischen Theorie, regelmäßig an. Vor allem die israelische Siedlungspolitik greift der jüdische Wissenschaftler an. Gegenüber Nichtjuden herrsche in Israel Apartheid, behauptet Zuckermann immer wieder. Viele halten diese Meinung für aus der Luft gegriffen – und nicht wenige gar selbst als antisemitisch.

Für Ärger sorgt auch, dass Zuckermann regelmäßig die propalästinensische BDS-Bewegung verteidigt. Das Kürzel steht für Boycott, Divestment and Sanctions, auf Deutsch: Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen. BDS kämpft für einen Wirtschaftsboykott gegen den jüdischen Staat und macht zum Beispiel Druck auf Musiker, die in Israel auftreten, oder Künstler, die ihre Werke in israelischen Museen ausstellen.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Jürgs, Alexander
Alexander Jürgs
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
  Zur Startseite
Lesermeinungen
Alle Leser-Kommentare
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
Automarkt
Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen
50Plus
Serviceportal für Best Ager, Senioren & Angehörige
Gutscheine
Finden Sie die besten Angebote
Kapitalanlage
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage der Zukunft
ANZEIGE