Star-Wars-Film

Lesbischer Kuss fällt Zensur in Singapur zum Opfer

25.12.2019
, 15:51
Der neunte Star-Wars-Film ist in Singapur nur geschnitten ohne Kuss zu sehen.
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In Europa und Amerika diskutiert, in Singapur nicht zu sehen: Eine Kussszene im neuen Star-Wars-Film musste im südostasiatischen Stadtstaat der Zensur weichen.
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Regisseur J.J. Abrams hatte noch vor der Premiere des neuen Star-Wars-Film „The Rise of Skywalker“ gegenüber der Fachzeitschrift Variety eine Szene als Verbeugung gegenüber der LGBTQ-Community angekündigt: Es sollte einen Kuss zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar geben. Während in Europa und Amerika ebenjene Community darüber diskutiert, ob diese Szene am Rande des Filmgeschehens überhaupt relevant sei, wird das Publikum in Singapur vergeblich danach Ausschau halten. Wie der britische Guardian berichtete, ist die Szene dort aus dem Film entfernt worden, um die Altersfreigabe ab 13 Jahren zu behalten.

In dem südostasiatischen Stadtstaat ist die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern nicht erlaubt, Sex zwischen Männern kann mit einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden. Die Zensurrichtlinien für Medieninhalte sehen in Singapur vor, dass Filme mit LGBT-Themen erst ab 18 Jahren freigegeben werden. Der Film „Brokeback Mountain“, der eine homosexuelle Liebesbeziehung zwischen zwei Männern behandelt, bekam 2005 sogar nur eine Freigabe ab 21 Jahren. Ebenso erging es dem französischen Drama „Blau ist eine warme Farbe“ 2013, das eine lesbische Liebesbeziehung zum Thema hat.

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Wie das Filmbranchenblatt „Hollywood Reporter“ unlängst berichtete, sei die Kussszene aus dem Star-Wars-Film auch in Dubai entfernt worden. In China hingegen kam der Film ohne Kürzung in die Kinos.

Quelle: marw.
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