FAZ plus ArtikelVorzüge von Melatonin

Die Schattenseiten des Lichts

Von Simone Dettelbacher
13.10.2021
, 20:24
Nachthimmel: Mittlerweile gibt es ­Veranstalter, die Menschen an Orte reisen lassen, an denen man Sterne und Dunkelheit erleben kann.
Die Dunkelheit ist uns fremd geworden, vom natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus unserer Vorfahren haben wir uns entfernt. Das schadet unserer Gesundheit viel mehr, als man mitunter denkt – denn der Mensch kann nicht nur von Licht leben.

Dunkelheit hat per se einen eher schlechten Ruf. Gerade jetzt im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden und das Tageslicht schwindet, graut es vielen Menschen vor der düsteren Jahreszeit, die uns in den kommenden Monaten bevorsteht. Da mag es verwundern, dass es seit einiger Zeit einen Trend in der Tourismusbranche gibt, der sich gerade die Dunkelheit als Verkaufsargument auf die Fahnen geschrieben hat. Das Ganze nennt sich „Dark-Sky-Tourismus“ und basiert auf der Grundidee, dass weltweit immer weniger Menschen in den Genuss kommen, einen funkelnden Sternenhimmel betrachten zu können.

Galt der Anblick des nächtlichen Firmaments seit Urzeiten als eine der natürlichsten Erfahrungen, die man als Mensch machen kann, ist dies inzwischen längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Gerade in den großen Metropolen mehrt sich die Anzahl der Kinder, die noch nie in ihrem Leben den Sternenhimmel gesehen haben. Der Grund: Es ist schlicht und ergreifend zu hell geworden – und ohne Dunkelheit fällt das glitzernde Spektakel am Himmel aus.

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Quelle: F.A.S.
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