FAZ plus ArtikelMuslimische Partnersuche

Willst du ein Halal-Date mit mir?

Von Julia Ley
24.07.2018
, 11:29
Sana und Hakim haben sich über eine Dating-Plattform für Muslime gefunden.
Für Muslime ist es oft schwer, hierzulande einen Partner zu finden – besonders für gut ausgebildete Frauen, die Moderne mit Tradition verbinden wollen. Eine App soll helfen: Nutzer können mit einem Regler angeben, wie religiös sie sind.
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Das mit dem Dating ist so eine Sache, sagt Shahzad Younas: Einerseits soll jeder wissen, dass du auf der Suche bist. Und gleichzeitig soll bloß keiner wissen, dass du auf der Suche bist. Das ist auch bei Muslimen so. Um Abhilfe zu schaffen, hat der 33 Jahre alte Brite 2015 die App „muzmatch“ gegründet. Betrachtet man nur die Bilder, sieht es aus wie eine Art Tinder für Muslime: Wenn sich zwei Nutzer gegenseitig liken, gibt es eben ein „muzmatch“. Erst dann können die beiden miteinander chatten. Trotzdem wolle er die App nicht als Tinder-Kopie verstanden wissen, sagt Younas. Denn seine Erfahrung sagt: „Muslime daten nicht wirklich. Sie heiraten.“

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In seinem ersten Leben war Younas Banker in London. Unter den grauen Anzugmassen, die sich jeden Morgen in das Bankenviertel ergießen und abends erschöpft wieder herausfließen, sind viele wie er: die Kinder und Enkelkinder indischer, bengalischer, pakistanischer Einwanderer, die es bis ganz nach oben geschafft haben. Menschen, die lange arbeiten, viel Geld verdienen, teure Autos fahren. Menschen, die manchmal muslimisch leben, manchmal nicht, von denen viele aber irgendwann einen Muslim oder eine Muslimin heiraten wollen.

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Quelle: F.A.S.
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