FAZ plus ArtikelOrthodoxer Gottesdienst

Weihnachten im Speisesaal

Von Alexander Gutsfeld
07.01.2021
, 18:50
Am Mittwoch und Donnerstag haben viele Orthodoxe die Geburt Christi gefeiert. Doch wie begehen sie das Fest, wenn Abstandsgebot und Maskenpflicht gelten? Zu Besuch in einer koptischen Kirche.

Heiligabend findet in der koptisch-orthodoxen Gemeinde in Frankfurt dieses Jahr nicht nur in der St. Markus Kirche, sondern auch im Speisesaal statt. Weil die Kirche im Erdgeschoss nicht zu voll werden darf, steht Pfarrer Maurice Bassili im Untergeschoss in einem kleinen Raum vor drei aufeinandergestapelten Tischen, die bedeckt von einer weißen Decke als Altar dienen müssen. Neonlicht erhellt das Zimmer, es riecht nach Weihrauch.

Bassili trägt eine schwarze Robe und ein schwarzes Scheitelkäppchen, unter seiner weißen Stoffmaske quillt ein Rauschebart hervor. Er hält ein Tablet in den Händen und liest den 14 Gläubigen und Messdienern im Raum aus der Bibel vor. Bassili predigt auf Deutsch: „Gepriesen sei Gott, der allmächtige Vater. Amen.“ Nach einer kurzen Pause hallt es von den Gläubigen wie ein Echo zurück, leicht gedämpft von ihren Masken: „Amen.“ Es ist Weihnachten, auch im Untergeschoss der St. Markus Kirche.

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Quelle: F.A.Z.
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