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FAZ plus ArtikelErtrunkene Kinder im Teich

Muss es einen Schuldigen geben?

Von Sophie Rebmann
Aktualisiert am 18.02.2020
 - 10:20
Der Dorfteich in Seigertshausen: In der Nähe des Stegs hinten rechts zogen Einsatzkräfte die drei ertrunkenen Kinder aus dem Wasser.
Im hessischen Seigertshausen ertranken 2016 drei Kinder in einem Dorfteich. Nun steht der Bürgermeister des Ortes vor Gericht. Die Dorfbewohner haben wenig Verständnis dafür, ihn für das Unglück verantwortlich zu machen.

Du weißt schon, dass man mit dem Tod keine Scherze macht, Junge“, sagten die Männer. Es war Juni, Zeit der Europameisterschaft, und die Männer schauten Fußball: ein Projektor, eine Hauswand – Public Viewing selbstgemacht. Den tödlichen Unfall im Teich am Dorfrand bekam niemand mit. Und den Hilferuf des Elfjährigen, der da mit seinem Fahrrad am Gartenzaun lehnte, hielten die Männer zunächst für einen Scherz.

Aber der Junge meinte es ernst. Er suchte seine drei Geschwister. Sein fünfjähriger Bruder trieb leblos auf dem Wasser im Teich, und die beiden anderen Kinder waren verschwunden. Also rannten die Männer los. Zum Wasser seien es vom Garten aus keine 200 Meter, sagt einer von ihnen im Januar vor Gericht. Zu zweit zogen sie den Fünfjährigen an Land und begannen mit der Reanimation.

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