FAZ plus ArtikelAmerikanischer Ureinwohner

Wir kennen das Rauschen des Freeway besser als das der Flüsse

Von Nina Rehfeld
22.08.2019
, 21:51
Tommy Orange ist amerikanischer Ureinwohner. Doch anders als viele seiner Leute hat er seine Stimme gefunden, in einem poetischen Triumph von einem Buch.
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Vor kurzem, erzählt Tommy Orange, als wir an einem sonnigen Julitag auf einer Bank mit Blick auf die San Francisco Bay in Oakland Platz nehmen, war er in Berlin. Wie schön sage ich, im Sommer; fahren Sie lieber nicht im Winter hin, da ist es trübe und dunkel. Orange schweigt kurz und sagt dann: Ich mag es trüb und dunkel.

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Man könnte diese Worte einem jungen Schriftsteller, der mit seinem Erstling „There There“ einen viertägigen Bieterkrieg auslöste, als Koketterie auslegen. Aber Orange, ein schlanker Mittdreißiger mit Pausbacken und zurückhaltendem Blick, fehlt jede Attitüde.

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