Transplantation geglückt

Joe DiMeo hat wieder Gesicht und Hände

04.02.2021
, 16:40
Sechs Monate nach dem Eingriff kann Joe DiMeo sein Smartphone wieder bedienen.
Vor sechs Monaten wurden dem Amerikaner nach einer schweren Brandverletzung ein neues Gesicht und Hände transplantiert - es war das erste Mal, dass der komplizierte Eingriff glückte. Nun kann Joe DiMeo wieder Gewichte heben.
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Sechs Monate nach der ersten erfolgreichen Transplantation von Gesicht und Händen kann der Amerikaner Joe DiMeo wieder Gewichte heben, mit seinem Hund spielen und erste Golfrunden drehen. „Meine Eltern und ich sind sehr dankbar, dass ich eine zweite Chance bekommen habe“, sagte der Zweiundzwanzigjährige in einem Video, das die Transplantationsmediziner der New York University (NYU) am Mittwoch veröffentlichten.

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DiMeo hatte im Sommer 2018 schwere Verbrennungen erlitten, als er nach einer Nachtschicht am Steuer einschlief und mit dem Auto verunglückte. Bei einem vier Monate langen Krankenhausaufenthalt wurden ihm später Fingerkuppen, Lippen und Augenlider entfernt. Nach zehn Monaten auf der Warteliste fanden die Ärzte Anfang August schließlich Spender für Gesicht und Hände. Bei einem fast 23 Stunden langen Eingriff am medizinischen Zentrum NYU Langone Health amputierten etwa 140 Ärzte und Schwestern unter Leitung von Eduardo Rodriguez DiMeos Hände und ersetzten sie durch die Hände des Spenders. Zudem transplantierten sie Stirn, Nasen- und Kinnknochen sowie Ohren, Wangen, Lider und Mund.

Der komplizierte Eingriff soll zuvor nur zweimal auf der Welt versucht worden sein. Ein Franzose, dem 2009 Gesicht und Hände transplantiert wurden, starb nach vier Wochen. Zwei Jahre später mussten einer amerikanischen Patientin, die von einem Schimpansen angegriffen worden war, die Hände einige Tage nach der Operation wieder abgenommen werden. Bevor die Transplantationen vorgenommen wurden, lag DiMeo fast zweieinhalb Monate in einem künstlichen Koma. Rodriguez bezeichnete ihn jetzt als „den am höchsten motivierten Patienten“, den er jemals gehabt habe. DiMeos feinmotorische Bewegungen verbesserten sich weiter, ergänzte Rodriguez. „Das Schwierigste ist, dass ich weiß, dass ich es kann“, sagte DiMeo, „aber meine Hände spielen noch nicht mit – ich muss weitermachen.“

Quelle: ceh.
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