FAZ plus ArtikelUnheilbar erkrankte Eltern

„Die Stimme geht in der Erinnerung als erstes verloren“

Von Julia Anton
20.09.2021
, 09:21
Um auch nach dem frühen Verlust eines Elternteils eine Erinnerung an Mama oder Papa zu haben, gibt es das Angebot des Hörbuchs für die Kinder.
Wenn Erwachsene unheilbar erkranken, wünscht man sich die Zeit anhalten zu können. Nun ist das beinahe möglich. Eltern können ihren Kinder etwas hinterlassen: eine Audiobiographie.
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So eine Diagnose zieht einem den Boden unter den Füßen weg. „Man denkt dann an seine Kinder“, sagt Michaela Weichsel­gartner, „und man weiß nicht: Wie viel wird man mit ihnen noch erleben?“ In ihrer Stimme schwingt Traurigkeit mit, aber sie bleibt gefasst. Die Einundvierzigjährige lebt im Hochtaunuskreis, mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Grundschulalter. Vor vier Monaten wurde bei ihr Lungenkrebs diagnostiziert. Heilbar ist ihre Erkrankung nicht, sie wird palliativ behandelt. Michaela Weichselgartner heißt eigentlich anders, sie möchte die Privatsphäre ihrer Kinder schützen.

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Die Atembeschwerden begannen vor zwei Jahren. Zunächst vermutete sie eine Frühblüherallergie. Ein Spray, das die Ärztin ihr verschrieb, half zunächst. Doch nach einem Bänderriss im Februar dieses Jahres kam sie nicht mehr hoch, Treppensteigen mit FFP-2-Maske wurde für die Biologisch-technische Assistentin plötzlich zur Herausforderung. „Dabei kenne ich das Maskentragen aus dem Labor und hatte bis dahin nie Probleme.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Anton, Julia
Julia Anton
Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET
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